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Wilmots: Belgien noch jung und verbesserungsfähig

Auch wenn Belgiens goldene Generation die Gruppe A derzeit anführt: Coach Marc Wilmots sieht sein Team noch in der Entwicklung - und noch viel Luft nach oben.

Brüssel. Belgien ist nach drei Spielen auf Platz eins der WM-Qualifikationsgruppe A. Das Team von Marc Wilmots gewann am Freitag in Serbien deutlich mit 3:0. Der frühere Bundesliga-Profi sieht die soganannte goldene Generation der Belgier aber erst am Anfang eines langen Weges - und fordert Zeit und Geduld.

Viele sehen neben den großen belgischen Ausnahmetalenten auch Trainer Wilmots als einen Grund für den Erfolg des Nationalteams. Der Ex-Schalke-Spieler ist seit 2010 Co-Trainer von Belgien, für die WM-Qualifikation wurde er zum Chefcoach befördert. „Wir mussten eine Mannschaft, eine Mentalität, einen Willen neu gründen. Die Liebe für die Roten Teufeln hat mich nie verlassen. Ich war bei vier Weltmeisterschaften dabei, und 2002 war ich Kapitän. Zu sehen, dass das Stadion bei unseren letzten drei Spielen voll war, ist also ein großer Sieg“, sagte Wilmots in einem Interview mit FIFA.com.

„Diese Generation wird vor allem in den kommenden Jahren golden sein“

Viele Fusball-Kenner reden häufig von einer goldenen Generation, wenn es um Belgien geht. Für eine WM-Qualifikation reichte es in jüngster Zeit aber nicht. Doch nun stehen Wilmots gleich mehrere Talente zur Verfügung. Belgiens Trainer ist aber der Meinung, dass sein Team erst am Anfang eines langen Weges steht: „Das Talent ist vorhanden, aber unsere Gegner, wie zum Beispiel Kroatien, sind hinsichtlich ihrer Reife und Erfahrung weiter als wir. Diese Generation wird vor allem in den kommenden Jahren golden sein, sie ist noch jung und verbesserungsfähig. Spieler wie Eden Hazard, Kevin de Bruyne oder Christian Benteke sind erst 20 Jahre alt und in ihren Klubs nicht unumstritten. Man muss realistisch sein und ihnen Zeit geben“, sagte der 43-Jährige.

Nach Siegen gegen Wales und Serbien, sowie einem Unentschieden gegen Kroatien, steht Belgien derzeit zurecht auf Platz eins in Gruppe A. Wilmots fordert allerdings Ruhe und Geduld. Er erinnerte sich dabei an ein gewonnenes Spiel gegen die Niederlande: „Man darf nicht vergessen, dass wir gegen die Niederlande (4:2) zwei Tore innerhalb von zehn Minuten kassiert haben. Und als die ganze Presse hier in Belgien nach dem Sieg aus dem Häuschen war, habe ich schnell alle beruhigen müssen. Man darf nicht überdrehen. Auf hohem Niveau muss man perfekte Spiele machen, um zu gewinnen, und das ist schwierig.“

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