thumbnail Hallo,

Der ehemalige Angreifer des FC Arsenal konnte den Bondscoach davon überzeugen, entgegen seiner ursprünglichen Pläne, weiter auf ihn zu setzen. Dafür muss der Hunter auf die Bank.

Budapest. Bei der niederländischen Nationalmannschaft geht es hinter den Kulissen seit der Inthronisierung des neuen Bondscoachs Louis van Gaal heiß her. So kam es unter anderem auch zu entscheidenden Gesprächen mit Top-Stürmer Robin van Persie, in denen der Coach dem Stürmer seine Zukunftspläne mitteilte.

Van Persie sollte seine Hauptrolle abgeben

Van Gaal ersetzte Vorgänger Bert van Marwijk nach dem Desaster bei der Europameisterschaft 2012 und ließ den im Sommer enttäuschenden Angreifer zunächst wissen, dass dieser in seinen Plänen für die WM-Qualifikation eine untergeordnete Rolle einnehmen werde. Doch nach einem Gespräch mit dem 29-Jährigen machte van Gaal eine Kehrtwende. Bereits gegen die Türkei setzte er van Persie ein, obwohl zunächst der Schalker Klaas-Jan Huntelaar beginnen sollte. Und der Stürmer von Manchester United dankte es seinem Trainer mit einem Treffer.

Van Persie nicht mehr die Nummer eins im Sturm

„Nach diesem Sommer hatte ich mit einigen Spielern, die bei der EM gescheitert sind, ernsthafte Gespräche. Und auch van Persie war dabei“ erklärte van Gaal gegenüber Medienvertretern und fügte an: „Ich habe ihm in einem Vier-Augen-Gespräch mitgeteilt, dass ich andere Pläne habe und er nicht mehr Hollands Stürmer Nummer eins sein wird.“

„Er hat Charakter gezeigt“

„Doch Robins Reaktion hat mich erstaunt. Er hat so viel Charakter gezeigt.  Er war positiv, er hat mich respektiert und mir gesagt, dass er alles für die Mannschaft geben werde und ich mich auf ihn verlassen könne, wann immer ich wieder auf ihn zurückgreifen werde. Das war das beste Gespräch, das ich jemals mit einem Spieler geführt habe – das meine ich wirklich so. Van Persie hat mich gebeten keine Details aus unserer Aussprache an die Medien weiterzugeben, deshalb kann ich ihnen nicht genauer erklären, worüber wir gesprochen haben“, sagte der Bondscoach.

Und so gab es auch nochmal ein Lob vom Trainer für den Angreifer: „Es war wirklich ein sehr spezielles Treffen und ich habe riesengroßen Respekt vor ihm - und zwar als Spieler und als Mensch.“

„Bankplatzgarantie“ statt Stammplatzgarantie für den „Hunter“

Doch des einen Freud ist des anderen Leid und so schaut dafür der Bundesliga-Torschützenkönig Klaas-Jan Huntelaar in die Röhre, über den van Gaal zuvor noch sagte: „Ich gebe Klaas-Jan vorläufig den Vorzug. Robin van Persie hat in den letzten Jahren in der Nationalmannschaft nicht gebracht, was er bringen musste.“

Was treibt der Trainer da nur für ein Spiel mit den Angestellten der „Abteilung Attacke“? Zumindest ruderte er später öffentlich verbal zurück und verwässert seine Aussagen: „Klaas hat ein Tor gegen Belgien gemacht. Robin gegen die Türkei auch. In der niederländischen Mannschaft hat man keine Dauerkarte, man wird jedes Mal neu bewertet.“ Nun, wenn es also tatsächlich keine „Dauerkarte“ für einen der Angreifer gibt, muss man diese nicht öffentlich an den Hunter verteilen und hinterher zurückfordern – eine Übertragung an Dritte ist eigentlich ohnehin nicht erlaubt.

EURE MEINUNG: Was haltet ihr von van Gaals Sturm-Roulette und seinem Umgang mit den Spielern?

Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal.com auf oder werde Fan von Goal.com auf !

Dazugehörig