Hiddink: Aller guten Dinge sind drei

Guus Hiddink erlebt wohl an diesem Mittwoch einen der traurigsten Tage seiner Laufbahn als Trainer. Er hatte in den letzten Jahren immer wieder große Vereine und Nationen geführt, nun scheitert er mit den reifenden Russen überraschend an Slowenien. Er wird die Weltmeisterschaft nicht aktiv mitbestreiten. Vielmehr stellt sich nun auch die Frage: Bleibt er denn überhaupt Nationaltrainer der Russen, nachdem er seine vierte WM-Teilnahme verpasst hat?

Russlands großer Trainer: Guus Hiddink (foto ANP)
(dw) Maribor. Guus Hiddink gilt als sachlicher Vertreter seines Fachs, der aber auch durchaus noch Träume pflegt und diese auch realisieren möchte. Nur allzu gerne würde er als Trainer einmal einen großen Titel mit einer Nationalmannschaft erreichen. Aber dieser Traum muss nun wieder ruhen. Seit 1994 war Guus Hiddink als Trainer immer bei den Weltmeisterschaften mit von der Partie. Sucht er nun nicht gerade eine neue Aufgabe bei einer anderen Delegation, wird 2010 erstmals seit 16 Jahren nicht dabei sein.

Viele Nationen, viele Erfolge

Dabei war er bereits bei seiner ersten Station als Nationaltrainer in seiner Heimat der Niederlande sehr erfolgreich. 1998 war er mit diesem Land bei der Weltmeisterschaft vertreten, scheiterte erst im Elfmeterschießen gegen Brasilien im Halbfinale (3:5). Auch das Spiel um den dritten Rang wurde gegen Kroatien verloren (1:2). Unmittelbar danach trat Hiddink in Holland zurück, überließ das Land und die Mannschaft sich selbst. Seine Rückkehr feierte er mit Südkorea. Das Gastgeber-Land hatte er 2002 bei der WM im eigenen Staat betreut, damals scheiterte er erst im Halbfinale an der deutschen Nationalmannschaft. Anschließend sollte er bis 2006 verlängern, aber er ging wieder zu neuen Ufern auf. Dieses Mal lockte ihn die Aufgabe in Australien. Auch diese Nation führte er zu Erfolgen, scheiterte erst im Achtelfinale am späteren Weltmeister aus Italien.

Russland und fertig?

Ausgerechnet bei den aufstrebenden Russen, einer offenbar machbaren Aufgabe, verpasste er nun den Einzug in die Endrunde. Noch vor der Begegnung hatte er erklärt: „Ich weiß, dass uns ein schweres Spiel in Slowenien erwartet, aber wir werden allles tun, um am Ende als Sieger vom Platz zu gehen.“ Aber genau das ist nicht gelungen und so scheint auch die Zukunft des Trainers nich völlig gesichert zu sein. Er soll sich zuletzt immer wieder positiv über ein mögliches Engagement im Klub-Fußball geäußert haben. Auch eine längere Amtszeit bei Chelsea London wäre möglich gewesen, was Abramowitsch aber nicht wollte. Hiddink will eben Erfolge. Und ob er die auch weiterhin Russland anstreben wird, ist ungewiss...

Eure Meinung: Sollte Guus Hiddink zu neuen Ufern aufbrechen?

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