Slowenien ist „verletzt“ – und hat gute Chancen

Verkehrte Welt am Samstag in Moskau: Während die Sieger mit hängenden Köpfen vom Platz gingen, warfen die jubelnden Verlierer ihre Trikots zu den mitgereisten Fans über den Zaun. Trotz – oder gerade wegen – der knappen Niederlage glauben die Slowenen an ihr kleines Fußballwunder, das sie am Mittwoch perfekt machen können.

Jubelt auch für Slowenien: Milivoje Novakovic (Giuseppe Bellini/Getty Images)
(db) Maribor. In der WM-Qualifikation trägt Slowenien seine Heimspiele traditionell im Ljudski-Stadion in Maribor aus. Dieser Spielort hat dem Balkanland bislang Glück gebracht, denn in den bisherigen fünf Partien gab es vier Siege und beim 0:0 gegen Tschechien nur ein Unentschieden. Ein Heimerfolg muss auch am Mittwoch um 20.45 Uhr gegen Russland im Playoff-Rückspiel her, damit das 1:2 aus dem Hinspiel vom Samstag noch gedreht werden kann.

„Besser verletzt als tot“

Während sich die slowenischen Spieler über den späten Anschluss durch das Tor von Nejc Pecnik freuten (87.), zeigte sich Trainer Matjaz Kek unzufrieden mit dem Ergebnis: „Ich bin unglücklich über das Resultat, aber es ist besser, verletzt als tot zu sein.“ Später musste der Übungsleiter allerdings eingestehen, dass die Ausgangslage vor dem zweiten Aufeinandertreffen mit Guus Hiddinks Russen gar keine schlechte ist: Immerhin würde ein 1:0 in Maribor zur Reise nach Südafrika reichen.

Alles ist offen

„Diese Niederlage lässt uns alle Möglichkeiten, uns für die Endrunde zu qualifizieren. Die letzten Minuten haben gezeigt, dass wir den Kampfgeist haben, um ein Spiel zu gewinnen“, freute sich Kek über die Schlussphase, in der Slowenien mutiger nach vorne spielte und die Russen sichtlich durcheinander brachte.

Es gibt noch Steigerungspotenzial

Wenn es mit dem Heimsieg gegen die ohne jeden Zweifel spielerisch überlegenen Russen klappen soll, muss Slowenien die laufintensive Defensivarbeit vom Samstag wiederholen. Die Fehler, die die beiden Innenverteidiger Suler und Cesar jedoch in Moskau machten, dürfen aus slowenischer Sicht nicht noch einmal passieren. Und vorne müssen Novakovic und Dedic etwas gefährlicher auftreten als noch am Sonnabend. Wenn das alles zusammenkommt und gelingt, dann hat das „verletzte“ Slowenien große Chancen auf die WM-Teilnahme.

Eure Meinung: Stehen die Chancen am Mittwoch 50:50 oder ist ein Team der Favorit?


 
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