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Neuseeland entdeckt neue Liebe
Neuseeland liebt eigentlich den Rugby. In diesem Land wird kein anderer Sport so gefeiert, wie das körperbetonte Spiel mit dem Ball. Am Samstag aber wird das alles keine Rolle mehr speien. Denn in Neuseeland haben die Freunde des Sports den Fußball für sich entdeckt. Alle fiebern sie dem Match gegen den Bahrain entgegen. Wenn die Delegation dieses Spiel gewinnt, ist sie zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder für eine WM-Endrunde qualifiziert. Auch deshalb geht die Mannschaft optimistisch, aber konzentriert an die anstehende Aufgabe ran.
Wellington. So recht will sich noch niemand freuen. Weder in Neuseeland noch im Bahrain sind die Fußball-Fans schon auf die WM-Endrunde im kommenden Jahr in Südafrika gepolt. Noch steht dieses eine wichtige Spiel aus. In Wellington. Am Samstag. Da wird es nochmal für 90 Minuten um alles gehen. Das 0:0 im Hinspiel war zwar phasenweise sehr attraktiv, aber dennoch konnte es kaum eine Tendenz vorgeben. Sicher ist nur, dass der Bahrain guten Fußball spielen kann und dies auch im ersten Match durchaus unter Beweis stellte. Für Neuseeland ist das aber vor 35.000 Zuschauern am Samstag kein Grund, sich einschüchtern zu lassen.
„Eine technisch sehr starke Mannschaft“
So betont Trainer Ricki Herbert: „Die Spieler wirken beschwingt und zuversichtlich.“ Wieso auch nicht? Gegen den Bahrain hat die Mannschaft noch alle Trümpfe selbst in der Hand. Ein Heimsieg, und die WM in Südafrika ist gesichert. Damit würde dann auch endgültig der Fußball seine Wertschätzung im Land des Rugbys bekommen, da ist sich Herbert sicher: „Alles, was wir gemacht haben, wurde sehr positiv aufgenommen. Das Spiel liefert uns eine fantastische Chance.“ Auch deshalb muss die Mannschaft optimal und konzentriert zu Werke gehen, weil der „Bahrain eine technisch sehr starke Mannschaft“ hat. Deshalb fordert er von seiner und der gegnerischen Truppe einiges: „Sie spielen sehr schnell. Ich erwarte, dass sie offensiv spielen. Das war bei den meisten ihrer Auswärtsspiele so. Man kann sogar sagen, dass sie in manchen Spielen auswärts stärker waren, als zu Hause. Wir geben uns keinen Illusionen hin und wissen, wie schwer die Aufgabe wird. Doch angesichts unserer aktuellen Stärke und unserer guten Vorbereitung sind wir optimistisch.“ Zum Trübsal-Blasen wäre danach ohnehin noch ausreichend Zeit.
Bahrain in ungewohntem Gebiet
Zeit benötigte auch der Bahrain im Vorfeld des Spiels, um sich an die äußeren Bedingungen zu gewöhnen. In Wellington sind die klimatischen Bedingungen ungewohnt. Milan Macala, Trainer der Gäste, will sich davon aber nicht irritieren lassen: „Das Spiel bietet beiden Ländern eine große Möglichkeit.“ Im Gegensatz zu seinem Gegenüber erwartet er aber nicht zwangsläufig eine spielerisch tolle Begegnung: „Ich denke, die Partie wird sehr hart.“ Dennoch spekulierte Macala gegenüber fifa.com: „Im Auswärtsspiel werden sich viele Gelegenheiten bieten. Ich erwarte ein offenes Spiel und ich denke, dass ein einziges Tor uns möglicherweise reichen kann. Wir werden es uns keinesfalls leicht machen.“ Schon vor vier Jahren hatte seine Mannschaft gegen Trinidad und Tobago erst im letzten Play-Off die Endrunde verpasst. Dieses Jahr soll das besser werden. Gegen Neuseeland soll es klappen. Es wird allemal schwer. Und für die beiden „Fußball-Zwerge“ ist die Chance, auch fußballerisch endlich auf sich aufmerksam zu machen!
Eure Meinung: Wer wird sich am Samstag in Wellington durchsetzen?
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