Bahrain optimistisch ins Rückspiel

Nein, optimal war es für den Bahrain nicht gelaufen. Das Hinspiel vor eigenem Publikum bei den WM-Qualifikations-Playoffs konnte nicht gewonnen werden. Stattdessen gab es gegen Neuseeland nur ein torloses Remis, das aber durchaus Mut für das nun anstehende Rückspiel machen. Denn der „Fußball-Zwerg“ würde nur allzu gerne mal das ferne Südafrika bereisen und die anderen Nationen bei einer Weltmeisterschaft ein wenig aufmischen.

Milan Macala Coach of Bahrain(Getty Images)
(dw) Berlin. Milan Macala ist durchaus bekannt. Den meisten Europäern dürfte dieser Name nicht viel sagen, aber bei diesem Mann handelt es sich um den Nationaltrainer des Bahrains. Dieser muss am Samstag mit seiner Delegation gegen Neuseeland ran. Das Hinspiel endete 0:0 und wie der Coach gegenüber fifa.com erklärte, ist er trotz der schweren Aufgabe auswärts hoffnungsfroh: „Vor diesem Spiel wussten wir nicht viel voneinander. Jetzt aber kennen wir den Stil und die Spielweise unseres Gegners. Wir haben mehrere Freundschaftsspiele der Neuseeländer beobachtet und auch sie werden sicher einiges an Informationen über uns gesammelt haben.“ Zudem macht ihm auch der Spielverlauf der ersten Begegnung durchaus Mut: „Wir waren in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft und haben eine Reihe guter Chancen herausgespielt. Die besten waren wohl die von Husain Ali und Salman Isa. Wir hatten Pech, dass wir kein Tor erzielt haben.“

„Wollen uns optimal vorbereiten“

Auch deshalb will der Trainer das Rückspiel noch keineswegs verloren geben: „Im Auswärtsspiel werden sich viele Gelegenheiten bieten. Ich erwarte ein offenes Spiel und ich denke, dass ein einziges Tor uns möglicherweise reichen kann. Wir werden es uns keinesfalls leicht machen. Wir versuchen, die Mannschaft so früh wie möglich zusammenzuholen, damit wir genügend Zeit haben, uns in Sydney zu akklimatisieren. Das sollte sich sehr positiv auf unsere Leistung auswirken. Ich weiß allerdings, dass es für unsere Europa-Legionäre schwierig sein wird, entsprechend früh abzureisen.“ Denn eine perfekte Vorbereitung wird schon die halbe Miete sein.

Allerdings muss der Coach auch einen schweren Ausfall hinnehmen, weil der Torjäger A'ala Hubail ausfallen wird: „Das war eine sehr schlechte Nachricht für uns, umso mehr, weil wir vier Tage nach dem Spiel gegen Neuseeland in der Qualifikation für den Asien-Pokal gegen Jemen antreten müssen. Doch so ist das Leben. Wir müssen trotzdem weitermachen. A'ala ist nach Deutschland gereist, um sich dort operieren zu lassen. Wir konzentrieren uns jetzt auf die Spieler, die für das Rückspiel zur Verfügung stehen.“

„Hoffen auf das Glück“

Muss er ja auch. Denn seine Mannschaft will endlich eine WM-Endrunde erreichen, nachdem das Team 2006 in den Play-Offs gescheitert war. Macala erinnert sich dabei ungern an den Gegner aus Trinidad und Tobago zurück: „Vor vier Jahren dachten alle, das Resultat des Hinspiels würde Bahrain ausreichen, um sich zu qualifizieren. Dann aber gewann Trinidad und Tobago in Manama und schnappte Bahrain das Ticket weg. Das ist zwar jetzt Vergangenheit, doch wir haben daraus etwas für die Partie in Wellington gelernt, nämlich dass der Druck auf Neuseeland liegt, das vor eigenem Publikum Leistung bringen muss.“ Er sei „überzeugt, dass wir genügend Erfahrung mitbringen, um in dieser Situation bestehen zu können“. Motivieren, das weiß auch der Trainer, muss er seine Spieler indes nicht: „Es ist nur noch ein einziges Spiel. Wir haben also eine historische Chance, eine WM-Endrunde zu erreichen. Ich hoffe, dass wir diesen Traum wahr machen können und denke, dass diese Möglichkeit für alle Spieler eine ausreichende Motivation ist. Ich hoffe sehr, dass das Glück dieses Mal auf unserer Seite ist.“ Es wäre ein interessantes Experiment, diese Nation in einer Endrunde zu sehen...

Noch nicht ganz informiert? Bei Goal.com gibt es alle Informationen zur WM-Qualifikation und dem tragischen Tod des deutschen Nationalspielers Robert Enke.

Eure Meinung: Schafft der Bahrain gegen Neuseeland die Überraschung?



 
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