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ELF Horrorverletzungen: Eduardo (3)
Verletzungen gehören (leider) zum Fußball, so viel ist klar. Meist sind es nur kleine Blessuren, die die Spieler außer Gefecht setzen. Doch in manchen Fällen kommt es ganz dicke und die Akteure fallen monatelang aus oder müssen sogar um die Fortsetzung ihrer Karriere bangen. In unserem beliebten Ranking „ELF“ erinnern wir an die schlimmsten Verletzungen der letzten Jahre. Dieses Mal schauen wir auf ein Foul, das ein ganzes Land entsetzte.
Von Robert BENDEKOVITS
London. Wie in unserem Ranking schon zu sehen war, hat der FC Arsenal in den letzten Jahren nicht unbedingt Glück gehabt hat mit Verletzungen, denn immer wieder sind Leistungsträger für einen längeren Zeitraum ausgefallen und des Öfteren war ein überhartes Einsteigen eines Gegenspielers der Grund dafür. Doch die schlimmste Verletzung erlitt Eduardo, der nach einem Horrorfoul für fast 10 Monate ausfiel und auch heute noch immer nicht sein damaliges Leistungsniveau erreichen konnte.
Wiederholungen wurde im englischen Fernsehen nicht gezeigt
Am 23. Februar 2008 erwartete Arsenal ein Auswärtsspiel beim Abstiegskandidaten dem FC Birmingham. Die „Gunners“ waren zu diesem Zeitpunkt auf Meisterschaftskurs und hatten einen komfortablen Vorsprung auf die schärfsten Verfolger, Manchester United und dem FC Chelsea. In diesem Spiel nahm nicht nur die Saison von Arsenal eine schlagartige Wende, sondern auch die Karriere des kroatischen Stürmers brasilianischer Herkunft schien in Gefahr zu sein. Durch ein überhartes Einsteigen von Martin Taylor in der Nähe der Mittelinie brach sich der Stürmer das Schien- und Wadenbein. Der Spieler verlor noch am Platz das Bewusstsein und konnte sich beim Physiotherapeuten von Arsenal bedanken, dass er sein Bein nach dem offenen Bruch nicht verlor. Aufgrund der drastischen Verletzung und den erschreckenden Bildern entschied sich Sky Sports die Wiederholung des Foulspiels nicht zu zeigen. Taylor hat nach eigenen Aussagen den Angreifer noch im Krankenhaus nach der Operation besucht, doch der Kroate kann sich daran nicht mehr erinnern.
Das Video: Martin Taylor bricht Eduardo das Schien- und Wadenbein
Wenger forderte eine lebenslange Sperre, Taylor erhielt Morddrohungen
Es war davon auszugehen, dass es nach dem Brutalo-Foul zu heftigen Diskussionen kommen würde. Arsene Wenger goss direkt nach dem Spiel noch mehr Öl ins Feuer und forderte für den Übeltäter eine lebenslange Sperre. Danach nahm der Franzose seine Aussagen teilweise zurück und fügte hinzu, dass er durch den Schock und die Emotionen geleitet wurde. Die ganze Situation artete letztendlich so aus, dass Martin Taylor Morddrohungen erhalten haben soll. Bei Arsenal riss der Faden danach total und man war nicht in der Lage die nächste Spiele zu gewinnen und gab letztendlich die schon für viele gewonnene Meisterschaft noch aus der Hand.
Eduardo noch nicht der Alte
Der Stürmer hatte einen langen Weg vor sich, um wieder die volle Fitness zu erreichen. Zuerst verlief sein Heilungsprozess nach Plan und die Fortschritte waren erstaunlich. Eduardo arbeitete hart an seinem Comeback und als der Kroaten beinahe 10 Monate später für die Reserve von Arsenal wieder am Platz stand, musste er nach 45 Minuten ausgewechselt werden, weil der Oberschenkel zwickte und so in etwa verläuft bisher seine Karriere nach der Verletzung. Immer wieder werfen ihn kleinere Verletzungen aus der Bahn und verhindern, dass er eine 100%ige Matchfitness erlangen kann. Es fehlt dem Kroaten an Spritzigkeit und auch psychisch dürfte er noch gehemmt sein, denn man merkt wie er manchen Tacklings aus dem Weg geht, doch wer mag es ihm nach so einem schlimmen Ereignis verübeln.
Eure Meinung: Was sagt Ihr zum Foul von Taylor an Eduardoi und der anschließenden Aufregung? Glaubt ihr auch, dass der Stürmer noch nicht zu seiner besten Form gefunden hat?
Goal.com-Flutlicht
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