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Teil 2: Die (R)Evolution der Innenverteidigung – die Geburtsstunde der Viererkette
In den letzten Jahren hat sich der Fußball taktisch enorm weiterentwickelt. Vorallem im Bereich der Innenverteidigung tat sich einiges. Während man früher auf Mittelläufer und Liberos zurückgriff, ist heute die Viererkette das Non-plus-Ultra. Goal.com hat sich die Entwicklung etwas genauer angesehen. Im zweiten Teil erfährt ihr die Geburststunde der Viererkette.
Von Ramon RAM
Innsbruck. Obwohl Deutschland 1974 mit Franz Beckenbauer als Libero Weltmeister wurde, war das System damals eigentlich schon out. Brasilien hatte es 1958 vorgemacht und die erste Viererkette im modernen Fußball zelebriert. Übernommen und verfeinert wurde das System von den Ungarn, die um 1954 das beste Team der Welt stellten und schon damals eine Art „Viererkette“ spielten.

Unglaublich laufintesiv
Die Brasilianer liefen bei der WM in Schweden im 4-2-4 System. Besonders wichtig in dieser Taktik waren die zwei defensiven Mittelfeldspieler, die im Defensivverbund eine Art fünfter und sechster Verteidiger gaben, bei Ballbesitz aber viel für das Spiel nach vorne tun mussten, was enorme Laufarbeit voraussetzte.
Fußball entwickelt sich massiv weiter
Während Brasilien auf jegliches Beiwerk damals verzichtete und lediglich in Tornähe statt auf Raumdeckung auf Manndeckung setzte, entwickelte sich das Abwehrspiel in den 70er und 80er Jahren massiv weiter. Die in dieser Zeit besonders erfolgreichen holländischen und belgischen Klubs setzten fast ausnahmslos auf eine Viererkette.

Vordenker Ernst Happel
Ein Vordenker zu dieser Zeit war der Österreicher Ernst Happel. Sein Credo war totale Offensive UND Pressing. Schon früh sollte der gegnerische Ballbesitz angegriffen werden. Happel machte mit dieser Taktik ADO den Haag von einem Abstiegskandidaten zu einem Titelanwärter. Die gegnerischen Klubs und Trainer fanden gegen diese aggressive Verteidigungsform einfach kein Mittel.

Ballorentierte Raumdeckung kommt auf
Besonders das Spiel der Innenverteidiger änderte sich in dieser Zeit massiv. Während früher ein Libero die Denkaufgaben übernahm, wurde die Entscheidungskompetenz nun auf zwei Schultern verteilt. Auch die Einführung der Abseitsfalle fiel in diese Zeit. Die zentralen Abwehrspieler mussten sich nicht mehr nur auf das Verteidigen konzentrieren, sondern auch auf ein gutes Verschieben. Die Manndeckung wurde mehr und mehr von Fußballplätzen verbannt, der Trend ging in den 90er Jahren ganz klar zur ballorientierten Raumdeckung.
Was es mit der ballorentierten Raumdeckung auf sich hat und was in Zukunft noch zu erwarten ist, erfährt ihr im dritten Teil.
Innsbruck. Obwohl Deutschland 1974 mit Franz Beckenbauer als Libero Weltmeister wurde, war das System damals eigentlich schon out. Brasilien hatte es 1958 vorgemacht und die erste Viererkette im modernen Fußball zelebriert. Übernommen und verfeinert wurde das System von den Ungarn, die um 1954 das beste Team der Welt stellten und schon damals eine Art „Viererkette“ spielten.

Unglaublich laufintesiv
Die Brasilianer liefen bei der WM in Schweden im 4-2-4 System. Besonders wichtig in dieser Taktik waren die zwei defensiven Mittelfeldspieler, die im Defensivverbund eine Art fünfter und sechster Verteidiger gaben, bei Ballbesitz aber viel für das Spiel nach vorne tun mussten, was enorme Laufarbeit voraussetzte.
Fußball entwickelt sich massiv weiter
Während Brasilien auf jegliches Beiwerk damals verzichtete und lediglich in Tornähe statt auf Raumdeckung auf Manndeckung setzte, entwickelte sich das Abwehrspiel in den 70er und 80er Jahren massiv weiter. Die in dieser Zeit besonders erfolgreichen holländischen und belgischen Klubs setzten fast ausnahmslos auf eine Viererkette.

Vordenker Ernst Happel
Ein Vordenker zu dieser Zeit war der Österreicher Ernst Happel. Sein Credo war totale Offensive UND Pressing. Schon früh sollte der gegnerische Ballbesitz angegriffen werden. Happel machte mit dieser Taktik ADO den Haag von einem Abstiegskandidaten zu einem Titelanwärter. Die gegnerischen Klubs und Trainer fanden gegen diese aggressive Verteidigungsform einfach kein Mittel.

Ballorentierte Raumdeckung kommt auf
Besonders das Spiel der Innenverteidiger änderte sich in dieser Zeit massiv. Während früher ein Libero die Denkaufgaben übernahm, wurde die Entscheidungskompetenz nun auf zwei Schultern verteilt. Auch die Einführung der Abseitsfalle fiel in diese Zeit. Die zentralen Abwehrspieler mussten sich nicht mehr nur auf das Verteidigen konzentrieren, sondern auch auf ein gutes Verschieben. Die Manndeckung wurde mehr und mehr von Fußballplätzen verbannt, der Trend ging in den 90er Jahren ganz klar zur ballorientierten Raumdeckung.
Was es mit der ballorentierten Raumdeckung auf sich hat und was in Zukunft noch zu erwarten ist, erfährt ihr im dritten Teil.
Goal.com-Flutlicht
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