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"Dörings Ballspielverein": Letztes Heimspiel für Robert Lewandowski

Am Samstag trägt Robert Lewandowski ein letztes Mal im Signal-Iduna-Park das BVB-Trikot. Anders als bei Mario Götze wird die Stimmung freundlich ausfallen.

KOLUMNE
Von Stefan Döring

Am Samstag empfängt Borussia Dortmund die TSG Hoffenheim zum letzten Heimspiel der Bundesligasaison. Das erste Mal nach vier Jahren, dass der BVB sich nicht erst am 34. Spieltag von den eigenen Fans verabschiedet, sondern schon eine Woche zuvor. Verabschiedet wird an diesem Samstag aber vor allem einer – Robert Lewandowski.

Als Borussia Dortmund den Stürmer vor vier Jahren in das Ruhrgebiet holte, war er weithin unbekannt, obwohl der BVB viel Kraft, Zeit und nicht zuletzt Geld investierte, um ihn von Lech Posen loszueisen. Zunächst saß er aber häufig auf der Bank, hatte einen überragenden Lucas Barrios vor der Nase und vergab leichtfertig Chancen. Jürgen Klopp wusste aber schon immer, dass der Pole eine wahre Granate sei. "Wir haben damals einen Superstürmer verpflichtet, er geht als Weltklassestürmer", sagt der Dortmunder Coach, für den Lewandowski "das Paradebeispiel für Scouting und Geduld" ist, wie er es am Donnerstag auf der Pressekonferenz verkündete.

Nun verlässt eben dieser die Schwarz-Gelben zum Saisonende und geht, wie bereits Mario Götze im Vorjahr, zum Ligaprimus Bayern München. Anders als der deutsche Nationalspieler soll der Pole aber anständig verabschiedet werden, wenn er am Samstag zum letzten Mal vor der Südtribüne aufläuft. "Robert bekommt den Abschied, den er verdient hat", sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke vor einigen Wochen und das sollte auch im Sinne der Fans und des Spielers sein. Schließlich hatten sie durchaus eine gute Beziehung in den vergangenen Jahren und Lewandowski bringt bis zum Schluss gewohnt gute Leistungen für seinen aktuellen Arbeitgeber.

"Einer der besten drei Stürmer"

Eines ist sicher, man wird Lewandowski beim BVB in der kommenden Saison schmerzlich vermissen. Über 100 Tore erzielte er im Dress des zweimaligen Meisters, war mitverantwortlich für die Titel in den vergangenen Jahren und stets freundlich und umgänglich – auch zu den Journalisten, was wahrlich nicht selbstverständlich ist. Auch seine Mannschaftskollegen wissen um den Verlust. "Jeder weiß, dass er nicht nur einer der besten fünf, sondern einer der besten drei Stürmer der Welt ist. Das ist Fakt", lobte ihn zum Beispiel Mats Hummels.

Deshalb kann man nur hoffen, dass die Fans im Stadion am Wochenende noch einmal alles geben, ihre Jungs anfeuern und Lewy den Respekt zollen, den er sicherlich mehr als verdient hat. So ist schließlich das Geschäft: Mal kommt ein Spieler, mal geht einer. Vielleicht verabschiedet sich Lewandowski ja aber noch mit einigen Toren, ein paar Spiele hat er dafür ja noch Zeit. Und ein persönliches Ziel hat er sowieso vor Augen: "Wir haben noch die Chance auf den Pokal in dieser Saison. Es wäre gut, wenn wir das Finale spielen und dann gewinnen", erklärte der Pole vor einigen Wochen. Damit würde er dem BVB sicherlich noch mehr Freunde machen.

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