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Während sich Marko Marin und Piotr Trochowski beim FC Sevilla zurückkämpfen, stehen Markus Steinhöfer und Christian Lell vor ihrem Abschied aus La Liga.

KOLUMNE
Von Martin Ernst

Am Kopfe der Primera Division tobt ein Dreikampf, die heimliche Mannschaft der Stunde könnte aber der FC Sevilla sein: In den letzten zwei Monaten holten die Andalusier neben Atletico und Real Madrid die meisten Punkte (16 von 18) und kassierten seit Anfang November keine Niederlage mehr. In der Tabelle machte Sevilla sieben Plätze gut und schnuppert momentan wieder an den europäischen Plätzen.

"Nach den vielen Wechseln im Kader (13, Anm. d. Red.) zu Saisonbeginn und den schweren Verletzungen sehe ich uns auf einem guten Weg", analysierte Trainer Unay Emery in seinem Blog die Hinrunde. Nachdem der 42-Jährige die Defensive stabilisiert hat, will er das Team "spielerisch verbessern". Das sei noch ein Defizit. Optimismus verbreitet beim Europa-League-Sieger von 2006 und 2007 auch, dass zwei Deutsche bald wieder mitmischen könnten.

Marin und Trochowski könnten in der Rückrunde helfen

Piotr Trochowski war in den letzten drei Spielen wieder im Kader, kam beim 3:0 gegen Getafe kurz vor Schluss auf der Doppelsechs zum Einsatz. Auch Marko Marin kämpft sich nach einer Oberschenkelverletzung zurück: Gegen Getafe kam die Chelsea-Leihgabe Mitte der zweiten Halbzeit für Reyes auf den rechten Flügel. Eine Woche später in Elche wurde Marin zehn Minuten vor Schluss für Stürmer Carlos Bacca eingewechselt, der zuvor zwei Großchancen hatte liegen lassen.

An einen Abschied scheint der Ex-Gladbacher trotz zwischenzeitlicher Kritik Ende September (Marca: "Defensiv gleich Null") aber nicht zu denken: "Der Klub will, dass ich bleibe. Ich würde auch gerne bleiben", sagte Marin der Bild.

Steinhöfer und Lell auf dem Sprung

Allerdings scheinen nicht alle in Sevilla restlos glücklich: Markus Steinhöfer wird Betis wohl verlassen und scheint sich mit dem Klub bereits einig, seinen bis 2016 bestehenden Vertrag aufzulösen. Unter dem entlassenen Pepe Mel kam der Ex-Frankfurter kaum zum Zug, doch auch unter dessen Nachfolger Juan Carlos Garrido stehen die Karten nicht besser. Nach insgesamt nur neun Spielen - davon sechs in der Europa League, drei in der Primera Division - zieht es den Mann aus der Bayern-Jugend wieder zurück nach nach Deutschland, bevorzugt nach München.

Wie die AZ berichtet, sind die Münchner Löwen stark an Steinhöfer interessiert. Sportdirektor Florian Hinterberger bestätigte: "Es finden nach wie vor Gespräche statt. Er ist aber auch nicht der einzige Spieler, mit denen Kontakte bestehen."

Lells Prozess eingestellt

Auch Christian Lells Zeit in Spanien könnte schon bald enden. Nach einer guten Saison 2012/13 in Diensten des UD Levante, wohin der Ex-Herthaner nach dem Abstieg 2012 gewechselt war, stehen die Zeichen zwischen Spieler und Verein endgültig auf Trennung. Lells Vertrag läuft noch bis Juni, aber der Vorort-Klub aus Valencia würde sich das Gehalt für den früheren Bayern-Spieler gerne sparen und sucht einen Abnehmer.

Spielerisch konnte der 29-Jährige zuletzt kaum auf sich aufmerksam machen. Die Anklage wegen Körperverletzung an seiner Freundin wurde vom zuständigen Richter in Valencia allerdings eingestellt.

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