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Wöchentlich nehme ich die Geschehnisse rund um Borussia Mönchengladbach aufs Korn. Was tut sich im BORUSSIA-PARK? Meine befangene Meinung findet ihr hier.

KOLUMNE

Von Gregor Becker

Mönchengladbach. Noch herrscht Ruhe rund um den BORUSSIA-PARK. Am Donnerstagnachmittag trainiert Borussia Mönchengladbach dann erstmals wieder zuhause, nachdem man das Trainingslager im türkischen Belek mit Siegen gegen Hertha BSC und den FC Sankt Gallen positiv abgeschlossen hat. Ob Lucien Favre neben den Tatsachen, dass das Team polyvalent ist und Peniel Mlapa das Tor doch noch trifft, weitere Erkenntnisse gewonnen hat, weiß ich nicht. Aber spektakuläre Veränderungen hat es unter dem Schweizer nach solchen Übungswochen eigentlich noch nie gegeben.

Während sich die Fohlenelf also auf den Rückrundenauftakt gegen die Bayern vorbereitet, hat Max Eberl wie in jeder Transferperiode einige Überlegungen anzustellen, die in diesem Winter primär mit der Offensivabteilung zusammenhängen sollten.

Abnehmer für Luuk de Jong und Peniel Mlapa gesucht

Die Zeiten sind vorbei, dass man Fans, Presse, anderen Vereinen und vor allem Luuk de Jong selbst vormachen kann, dass dieser noch gebraucht und bestimmt noch ganz wichtig für die Borussia werde. Soll man warten bis sich Raffael, Max Kruse und Branimir Hrgota verletzen und Lucien Favre mit der Mannschaft ein auf den Niederländer zugeschnittenes System einstudiert hat? Eher nicht! Also gilt es eine Lösung zu finden, schon um den Marktwert von Luuk wenigstens einigermaßen zu retten.

Deshalb muss Eberl dringend einen Käufer finden oder wenigstens einen Verein, der ihn zumindest bis Saisonende ausleiht. Das verlorene Selbstvertrauen wird er bei der Borussia nicht mehr zurückerlangen. Man hört ja immer wieder, dass Newcastle United Interesse am "Sittin´ Dutchman" haben soll. Wenn ich ihm nach dieser Hinrunde auch nicht unbedingt einen "Kaltstart" in der Premier League zutraue, so bekäme er wenigstens mal eine Chance und die Borussia spart sein Gehalt. Es ist traurig, wäre aber für alle Beteiligten ein Lösungsansatz.

Peniel Mlapa ist ein weiterer Kandidat von dem man sich noch in diesem Winter trennen sollte. Der Junge hat ein gewisses Leistungsniveau, das Favre nicht mehr weiterentwickeln kann, und was ihm so auch nicht auszureichen scheint.

Wenn beide Spieler gehen, werden auch Ressourcen frei und man kann den Markt sondieren. Allerdings tanzen die Fohlen ja ohnehin nur noch auf einer Hochzeit und mit Amin Younes und Branimir Hrgota stehen Alternativen für den Angriff bereit, falls sich Stürmer verletzen. Sollte man den berühmten Vorgriff auf die neue Saison tätigen können, umso besser.

Shit happens

Eberl ist ein sehr guter Sportdirektor, Favre ein sehr guter Trainer. Nur müssen sich beide eingestehen, dass nicht jeder Neuzugang einschlägt, nicht jeder Nachwuchskicker den Sprung in die Bundeliga schafft und sich nicht jeder Spieler zum Superstar entwickeln lässt. Die Bundesliga beneidet die Borussia wegen Patrick Herrmann, Marc-Andre ter Stegen, Julian Korb oder Tony Jantschke, die alle den Sprung ins Profiteam geschafft haben.

Sie beneidet Gladbach wegen der Neuzugänge Raffael, Max Kruse und Christoph Kramer, die den Sprung in die Stammformation geschafft haben. Da ist es doch legitim, wenn man mal eine Millioneninvestition in den Sand setzt oder ein Spieler nicht so reift, wie man sich das vorgestellt hat. Man muss nur mal in den sauren Apfel beißen und das korrigieren.

Die ideale neue Nummer eins: Yann Sommer vom FC Basel

Noch ein Wort zu einer potenziellen Nummer eins: Hier kann die Alternative nur Yann Sommer heißen und mit Abstrichen vielleicht noch Oliver Baumann. Da man einen mitspielenden Torhüter sucht, muss man sich um diese beiden zwingend bemühen. Die außerdem gehandelten Keeper wollen nicht oder man müsste für die kolportierten Ablösesummen zu viele Abstriche machen. Dessen ungeachtet könnte Barcelona mal ein Angebot für ter Stegen vorlegen, damit der Verein planen kann, wie viel der neue Rückhalt denn überhaupt kosten darf und was möglicherweise für weitere Investitionen übrig bleibt.

Schwarzweißgrüne Grüße

Euer

Gregor Becker


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