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Wöchentlich nehme ich die Geschehnisse rund um Borussia Mönchengladbach aufs Korn. Was tut sich im BORUSSIA-PARK, was geht ab? Meine befangene Meinung findet ihr hier.

KOLUMNE

Von Gregor Becker

Mönchengladbach. Marc-Andre ter Stegen verlässt Borussia Mönchengladbach bereits im Winter und schließt sich dem FC Barcelona an. Gerd vom Bruch ist längst auf Wohnungssuche vor Ort und in einer Villa fündig geworden, die der "blonde Engel" Bernd Schuster einst sein eigen nannte. Der Berater zieht selbst in einen Seitenflügel des Anwesens, um in der Nähe seines Schützlings zu sein, und um dessen nächsten Wechsel zu einem noch größeren Klub vorzubereiten.

Victor Valdes befindet sich am Niederrhein, gibt dort einen unterschriebenen Fünfjahresvertrag ab und schaut sich seine neue Bleibe in ter Stegens Elternhaus an, wo er residieren wird, bis er die Bude von Max Kruse übernehmen kann. Die Ablösesumme von 30 Millionen Euro führt er in mehreren Koffern als Bote für seinen bald Ex-Arbeitgeber mit sich und wird diese in Kürze an Stephan Schippers überreichen. Nein? Doch, doch…

Lautsprecher sind andere

Es nervt mal wieder gewaltig, was man so alles an angeblichen Wasserstandsmeldungen lesen und hören muss. Deshalb habe ich dem Spuk jetzt mal ein Ende gesetzt und erklärt, wie es läuft. Aber ernsthaft: Da beginnt der Kollege eines großen Boulevardblattes seinen Artikel sinngemäß mit der Aussage, dass Max Eberl von den vielen Spekulationen um Marc-Andre genervt sei, kennt aber gleichzeitig den zukünftigen Arbeitgeber Borussia Dortmund und die zukünftige Gladbacher Nummer eins Fabian Giefer. Da mutiert dann also absichtlich jemand zur Nervensäge, aber das ist ja ein uralter Hut. Bei der Marca abzuschreiben und einen obendrauf zu setzen, scheint ja ohnehin in Mode gekommen zu sein.

Hey – wir haben in Hamburg gewonnen!

Das Tagesgeschäft ist langweilig. Am Wochenende haben die Fohlen "Historisches" geleistet, endlich den ersten Auswärtssieg der Saison, darüber hinaus nach etwa eineinhalb Jahren mal wieder zwei Dreier hintereinander eingefahren und das Thema bleibt Marc-Andre ter Stegen? Der eine oder andere Journalist sollte sich doch bitte mal eine Scheibe bei unserem Torhüter oder seinem Berater Gerd vom Bruch abschneiden, die unaufgeregt verhandeln, Eberl gegenüber loyal sind und die Öffentlichkeit über den Stand der Dinge informieren, wenn es denn was zu informieren gibt.

Und das ist der Stand der Dinge: Marc-Andre ter Stegen steht bis 2015 bei der Borussia unter Vertrag und verhandelt gerade über die Ausweitung seines Arbeitspapiers. Es gibt weitere Angebote, die geprüft werden. Alles ist offen. Aber wir haben mit Max Eberl auch einen Manager, der sein Fach versteht und bei Vertragsverhandlungen in der Vergangenheit großes Geschick bewies. So wird es auch dieses Mal sein.

Die Borussia sitzt am längeren Hebel

Sollte der FC Barcelona unsere Nummer eins tatsächlich für die Valdes-Nachfolge im nächsten Sommer favorisieren, säße die Borussia am längeren Hebel und es würde eine teure Angelegenheit für die Katalanen werden. Geldnot kennen wir am Niederrhein nicht und deshalb wäre es auch kein Problem, Marc-Andre noch zwei Jahre ohne Vertragsverlängerung zu halten und ihn dann ablösefrei ziehen zu lassen.

Ter Stegen guckt einen Ball neben das Tor!

Sicher ist in Barcelona das Wetter besser, die Meisterschaft in La Liga jährlich mit mehr als fünfzig Prozent garantiert, Camp Nou eine schicke Spielstätte und die Champions League fester Bestandteil der Vereinsgeschichte. Und Lionel Messi ist ja auch noch da. Aber Marc-Andre ter Stegen ist gebürtiger Mönchengladbacher, fühlt sich in der Fohlenelf pudelwohl und hat schon einen Elfmeter gegen Barcas Superstar gehalten. So lasst uns in Ruhe abwarten, wohin ihn seine Überlegungen letztlich führen werden, die Belange seines aktuellen Arbeitgebers wird er sicher im Auge behalten.

Abschließend beteilige ich mich dann doch an den Spekulationen: Ich sehe eine Vertragsverlängerung bis 2018 zu verbesserten Bezügen mit einer Ausstiegsklausel in zweistelliger Millionenhöhe ab 2015 auf uns zukommen. Aber Barcelona braucht ja schon nächsten Sommer einen neuen Torwart. Was nun? Egal, ich bin tiefenentspannt!

Schwarzweißgrüne Grüße

Euer

Gregor Becker


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