thumbnail Hallo,

"Endlich Nationalmannschaft!" Den Gedanken hatten sicherlich viele BVB-Fans in der vergangenen Woche aufgrund der Verletztenmisere. Roman Weidenfeller hofft hingegen auf Einsätze.

KOLUMNE
von Stefan Döring

Roman Weidenfeller ist einer jener Spieler, die über Jahre hinweg überragende Leistungen im Verein bringen, allerdings im Nationalteam keine Rolle spielen. Nun soll sich das für den Keeper unseres Ballspielvereins endlich ändern.

Der 33-jährige Vize-Kapitän von Borussia Dortmund ist für viele Experten der beste Torhüter der Bundesliga. Auch die Zahlen sprechen für ihn - noch vor Manuel Neuer führt er in der Regel die Listen an. Doch für die Nationalelf wurde er nie nominiert, ja regelrecht ignoriert wurde er von Joachim Löw und seinem Trainerteam. Neben Jürgen Klopp und Michael Zorc sprachen sich über die Jahre hinweg auch immer wieder Mannschaftskollegen für eine Nominierung aus, doch die blieb bislang aus.

Zwar wurde in den vergangenen Wochen immer wieder über eine Einladung ins DFB-Team spekuliert, doch auch für die abschließenden WM-Qualifikationsspiele wurde er außer Acht gelassen. Doch warum eigentlich? Gut, er ist 33 Jahre alt aber ist das nicht das beste Torhüter-Alter? An seinen Leistungen kann es in keinem Fall liegen, die sind immer tadellos. Die anderen Kandidaten rund um Rene Adler und Ron-Robert Zieler sind auf jeden Fall nicht stärker als Weide.

Gespräche zwischen Keeper und Nationaltrainer

Klar zu sein scheint, dass es in den letzten Wochen vermehrt Gespräche zwischen Weidenfeller, Löw und Klopp gegeben hat. Diese Gespräche scheinen auch gefruchtet zu haben und der Pfälzer soll nun tatsächlich im Freundschaftsspiel im November im San Siro gegen Italien im Kader stehen.

Die Frage, die sich nun stellt: Wie viel Sinn es macht? Wir dürfen nicht vergessen, dass es "nur" ein Freundschaftsspiel ist. Wer weiß, welche Spieler für diese Partien geschont werden. Joachim Löw wird dieses Testspiel bestimmt auch dafür nutzen, wieder einige Spieler auf diversen Positionen auszuprobieren. Weidenfeller wäre eines der "Experimente". Die Abwehr wird dann wohl ebenfalls durchgewürfelt werden, wodurch Unruhe in der Mannschaft herrschen könnte. Weidenfeller würde im schlimmsten Fall dann eine schlechte Figur machen und seine Kritiker hätten recht behalten mit ihren Aussagen, er hätte nichts im Deutschland-Kader zu suchen.

Chance für "Weide" um sich zu beweisen?

Auf der anderen Seite wäre es eine Riesenchance für den Torhüter, sollte er sich in diesem Spiel beweisen und den Kasten sauber halten. Dann wäre das DFB-Team einem Sieg gegen Italien so nah wie lange nicht mehr. Die Frage ist allerdings immer noch, ob er überhaupt nominiert wird und was es für ihn bedeuten würde. Wäre er für das Spiel gesetzt? Sitzt er auf der Bank? Hat er eine Perspektive für die WM oder bleibt es ein einmaliger Einsatz?

All diese Fragen bleiben vorerst unbeantwortet, doch ich persönlich drücke Roman Weidenfeller die Daumen. Er war stets ein Spieler, auf den man sich verlassen konnte, war maßgeblich an den Titeln der vergangenen BVB-Jahre beteiligt und würde diese Chance absolut berechtigt bekommen!

Schwarzgelbe Grüße

Euer

Stefan Döring

Folge Stefan Döring auf


EURE MEINUNG: Muss Weidenfeller für die Nationalelf nominiert werden?

Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal auf
oder werde Fan von Goal auf !

Dazugehörig