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Hallo und herzlich Willkommen zu der ersten Ausgabe meiner neuen Kolumne "Dörings Ballspielverein". Wöchentlich gibt es hier nun alles rund um Borussia Dortmund.

KOLUMNE
Von Stefan Döring

Borussia Dortmund steht nach zwei Siegen in den ersten beiden Bundesligaspielen auf Platz eins in der Tabelle. Das erste Mal, seitdem Jürgen Klopp die Schwarz-Gelben coacht, gewannen die Borussen die ersten beiden Spiele. Doch was die Fans tatsächlich nach dem Spiel gegen Eintracht Braunschweig beschäftigt, ist der Stimmungsboykott der Ultras und die vorangegange Kontrolle durch die Dortmunder Polizei.

Im Vorfeld der Partie wurden die Ultras auf dem Weg ins Stadion eingekesselt und gefilzt. Daraufhin entschlossen sich die drei Ultragruppierungen in der Dortmunder Fanszene, das erste Heimspiel stimmlich zu boykottieren. Während dieser Kontrolle wurde jegliches Material wie Fahnen und Spruchbänder pauschal überprüft und sogar Capri-Sonnen aufgeschlitzt, wie Jan-Henrik Gruszecki, Mitglied von The Unity, einer der Ultragruppen, mitteilte.

Unverhältnismäßige Kontrollen der Polizei

Die Argumentation der Polizei während dieser Aktion ("Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten") klingt dabei wie blanker Hohn. Dabei drängt sich die Frage nach der Verhältnismäßigkeit auf sowie die Frage, ob Grundrechte auch für Fußballfans gelten. Schließlich gab es für diese Aktion seitens der Polizei keinen wirklichen Anlass. Immerhin spielte der BVB "nur" gegen Braunschweig und nicht gegen den Erzrivalen vom FC Schalke 04. Man kann sich schon die Frage stellen, wie die Polizei dann vorgehen wird... .

Eins steht allerdings bereits jetzt fest: Die ganze Aktion trägt sicherlich nicht zu einer Verbesserung des zerrütteten Verhältnisses zwischen Ultras und Polizei bei. Auch die fadenscheinigen Ausweichversuche der Polizei tragen nicht dazu bei, dass das Verhältnis in den nächsten Wochen und Monaten besser wird.

Jeder muss für Stimmung sorgen

Dass die Ultras sich daraufhin entschlossen haben, einen Stimmungsboykott durchzuziehen, ist durchaus nachvollziehbar, schließlich ist das Stadion für die Fans die Bühne und die Reaktionen der Presse geben den Ultras Recht. Schade war allerdings, dass die Stimmung im gesamten Stadion darunter leiden musste - und die 75.000 weiteren BVB-Fans es nicht schafften, dass Stadion zum kochen zu bringen. Deshalb sollte sich jeder BVB-Fan an die eigene Nase fassen und gegen Werder Bremen am Freitag auf der Tribüne doppelt Gas geben und die Mannschaft unterstützen.

Schwarzgelbe Grüße

Euer

Stefan Döring

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