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Die wöchentliche HSV-Kolumne von Daniel Jovanov – ab sofort jeden Dienstag exklusiv auf Goal.com.

Liebe Leser,

geht euch der Winter auch auf die Nerven? Ich kann mich nicht erinnern, dass es jemals so kalt war Ende März. Das wirkt sich auch negativ auf den Fußball in Hamburg aus. In diesem Jahr ging in den Amateurliegen so gut wie gar nichts. Auch in der Regionalliga ruht der Ball. Bedeutet für die kommenden Monate, falls denn endlich wieder gespielt werden kann, dass viele englische Wochen auf die Mannschaften warten.

Angesichts der aktuellen sportlichen Situation der zweiten Mannschaft befürchte ich, dass es da Probleme geben wird. Einerseits wegen der Belastung, andererseits hat Rodolfo Cardoso nicht unbedingt einen großen Kader, auf den er zurückgreifen kann. Einige Profis sollen zwar aushelfen, ob sie das allerdings wollen, steht woanders. Kaum auszumalen, was ein Abstieg der zweiten Mannschaft für ein Signal hätte.

Von der Regionalliga machen wir einen großen Sprung nach Nürnberg, wo die deutsche Nationalmannschaft auf Kasachstan treffen wird. Mit dabei ist auch Marcell Jansen, der nach starken Leistungen in den letzten Wochen und Monaten völlig zu Recht von Joachim Löw berufen wurde. Jansen hat im Zuge der Systemumstellung beim HSV die Gunst der Stunde genutzt. Als Aogo im Herbst für längere Zeit ausfiel, schnappte sich der 27-jährige den Platz als Linksverteidiger.

Ein Schritt zurück, um sich ganz nach vorn zu spielen. Denn Jansen hat die Aussagen Löws damals registriert. "Er hat gegen Österreich kein gutes Spiel gemacht. Viele Alternativen gibt es jetzt aber auch nicht, also müssen wir mit Marcel Schmelzer die nächsten zwei, drei, vier, fünf Monate weiterarbeiten", sagte Löw vor dem Qualifikationsspiel gegen Irland. Wirklich besser wurde es mit Schmelzer auf der linken Seite nicht. Doch nun hat Löw eine Alternative.

Für Thorsten Fink bleibt zu hoffen, dass sich niemand verletzt. Auch wenn niemand dem HSV eine Überraschung München zutraut, liegt genau darin erneut eine Chance. Ich appelliere erneut daran, die vergangenen Leistungen etwas objektiver zu betrachten. Diese Mannschaft spielt erst seit knapp zwei Jahren in dieser Konstellation. Wisst ihr, wie lang Dortmund gebraucht hat, um sich neu aufzustellen? Entwicklungsprozesse erfordern Geduld. Jansen hat vorgemacht, was man mit kontinuierlichem Eifer erreichen kann.

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