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Die wöchentliche HSV-Kolumne von Daniel Jovanov – ab sofort jeden Dienstag exklusiv auf Goal.com.

Liebe Leser,

im Fußball kann es ganz schnell gehen. Nach dem 1:0-Sieg gegen den VfB Stuttgart ist der Hamburger SV plötzlich wieder Anwärter auf den vierten Tabellenplatz, der zur Teilnahme an der Qualifikationsrunde zur Champions League berechtigt. Genau so schnell kann es am nächsten Wochenende gegen den FC Augsburg in die andere Richtung gehen. Es ist daher schwierig zu sagen, woran man in Hamburg eigentlich ist. Die einzige Konstante ist die Unkonstanz.

Umso passender daher auch das Traumtor von Artjoms Rudnevs, das quasi aus dem Nichts fiel. „Den hat Ulreich nicht gesehen, nur gehört“, sagte Sky-Kommentator Wolff Fuß zum Volleyschuss des Letten. Es freut mich nicht nur für Rudnevs, sondern auch besonders für Frank Arnesen, der sich einigen Hohn und Spott gefallen lassen musste. Mittlerweile kann man jedoch durchaus festhalten, dass fast alle seine Transfers eingeschlagen haben. Mit Ausnahme von Jacopo Sala und Ivo Ilicevic, die meist aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht dabei waren, konnte jeder seiner Neuverpflichtungen einen Teil zum Aufschwung der Rothosen beitragen.

Allen voran auch Per Skjelbred, der gegen Stuttgart ein ganz starkes Spiel gemacht hat. Im Nachhinein sagt es sich immer leichter, aber schon kurz nach seiner Verpflichtung habe ich an seinen Durchbruch geglaubt. Im Training wirkte er stets sehr lauffreudig, bot sich an und arbeitete defensiv gut mit. Das hat er Maximilian Beister voraus, der ob seiner defensiven Nachlässigkeiten geringe Chancen auf einen Stammplatz im Team von Thorsten Fink hat. Und da wären wir wieder beim Thema Schnelligkeit im Fußball, denn gerade das Umschaltspiel ist für ein attraktives und erfolgreiches Spiel wichtig.

Nicht unerwähnt dürfen auch die Unsportlichkeiten der Stuttgarter bleiben. Zumindest Boka hätte nach seinem absichtlichen Tritt gegen Skjelbre die rote Karte sehen müssen. Doch auch Harnik und Ibisevic haben bei den Kopfballduellen häufig ihre Ellenbogen in Regionen befördert, in die sie nicht hingehören. Als ich die Szenen sah, wurde ich das Gefühl nicht los, dass ein Spieler des HSV in einer vergleichbaren Situation die rote Karte bekommen hätte. Ich erinnere dabei an das nachweislich unabsichtliche Foul von Rajkovic an Tiffert in der letzten Saison, oder der roten Karte gegen Jiracek in Frankfurt. Täuscht der Eindruck? Kommt der HSV bei den Schiedsrichtern und beim DFB schlechter weg?

Obwohl die Hamburger in der laufenden Saison eine Achterbahnfahrt erleben und das Gebilde in der Mannschaft noch sehr fragil wirkt, bin ich überzeugt, dass es am Ende für einen europäischen Startplatz reicht. Dies liegt zum einen daran, dass die Konkurrenz ebenfalls keinem roten Faden folgt, zum anderen glaube ich, dass der HSV in entscheidenen Momenten eine Portion mehr Glück auf seiner Seite hat. Spätestes in der nächsten Saison werden wir sehen, ob Thorsten Fink und Frank Arnesen die Mannschaft in die richtige Richtung weiterentwickeln konnten. Wichtig ist, nicht erneut von seiner Marschroute, auf junge Talente zu setzen, abzuweichen.

Auf drei Punkte gegen den FC Augsburg,

Nur der HSV

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