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Die wöchentliche HSV-Kolumne von Daniel Jovanov – jeden Mittwoch exklusiv auf Goal.com.

Liebe Leser,

es gibt derzeit kaum einen Grund, über den HSV zu meckern. Im Gegenteil bewahrheiten sich die als Floskeln abgestempelten Aussagen der sportlichen Leitung. Die Geduld zahlt sich mittlerweile aus und beschert den Hamburgern 34 Punkte auf dem Konto. Und wie meine Überschrift schon verrät, sehe ich derzeit auch wenig, was gegen die Champions League spricht. Zumindest der vierte Tabellenplatz ist aus heutiger Sicht durchaus realistisch.

Die Gründe dafür sind klar. Die Mannschaft von Thorsten Fink funktioniert im neuen Spielsystem mit der Raute viel besser als mit zwei Sechsern und nur einer Spitze. Dass Artjoms Rudnevs den entscheidenden Ball zu Rafael van der Vaart vor dem Sechzehner der Gladbacher spielt, ist symptomatisch für die aktuelle Situation. Denn der Lette beweist eindrucksvoll, was mit viel Fleiß und eiserner Disziplin alles möglich ist. „Der beste HSV, seit ich da bin“, schwärmte deshalb Frank Arnesen. Der stille Macher des Erfolges ist einen Schritt zurück aus dem Rampenlicht getreten, so scheint es mir.

Jetzt, da die Mannschaft funktioniert und Erfolge zu verzeichnen sind, muss Frank Arnesen auch nicht mehr viel sagen. Umso mehr freut es mich, dass ich ihn nächste Woche zum Interview treffen darf. Fragen und Anregungen hierzu nehme ich gerne auf. Gerne auch auf Twitter, von wo aus ich hin und wieder ein paar Neuigkeiten rund um den HSV poste. Aber zurück zum Thema. Wenn wir uns die direkten Konkurrenten anschauen, dann kann man durchaus behaupten, dass die Rothosen zumindest nicht schlechter sind. In Anbetracht der kommenden Heimspiele gegen Fürth, Augsburg, Freiburg und Düsseldorf hat der HSV sogar vor heimischem Publikum eine ausgezeichnete Chance.

Was hindert uns also am Träumen? Erwarten können wir die Champions League nicht. Es ist bei dem jungen Durchschnittsalter der Mannschaft durchaus auch möglich, dass es einen Einbruch gibt. Aber was ich sehe und gesagt bekomme, spricht nicht wirklich dafür. Denn auch die Reservespieler drängen in die erste Elf. Allen voran Maxi Beister, dem seine Rolle als Reservist überhaupt nicht passt. Aber auch Arslan, Jiracek, Kacar und Berg empfehlen sich im Training. Besonders Marcus Berg würde ich einen Treffer gönnen. Leider passt seine Spielweise nicht in den modernen Fußball, nichtsdestotrotz hat er im Strafraum unglaubliche Qualitäten. In einer anderen Liga, bei einem anderen Verein, vielleicht zu einer anderen Zeit wäre Berg Torschützenkönig.

Auf geht’s ins kleine Nordderby,

Nur der HSV!

EURE MEINUNG: HSV in die Champions League - utopisch?

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