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Neunfacher deutscher Meister und Fahrstuhlmannschaft zugleich - so was gibt es nur beim 1. FC Nürnberg. Meine wöchentliche Kolumne berichtet rund um die „Glubberer“.

Servus liebe Glubberer!

Ein Punkterfolg bei Eintracht Frankfurt, zwei Spiele ungeschlagen: allmählich profiliert sich Neu-Trainer Michael Wiesinger mit seiner Mannschaft, dem 1. FC Nürnberg, der mit fünf Punkten aus vier Spielen nun einen ordentlichen Rückrundenstart verbuchen kann.

Abteilung Attacke

Nach holprigem Start mit 180 insgesamt schwachen Minuten gegen den Hamburger SV und Borussia Dortmund hat sich der 1. FC Nürnberg gefangen und auch spielerisch stabilisiert. Nach einer starken ersten Halbzeit gegen Borussia Mönchengladbach war die Wiesinger-Elf auch in Frankfurt Herr der Lage, verpasste es allerdings, das krönende Tor zu schießen. Offensiv liefen Balitsch, Feulner und Simons die Eintracht-Zentrale an, nur wenig Entfaltung gab es für die Offensivkünstler der Veh-Truppe.

Hätte man in diesem Spiel zuordnen müssen, wer auf internationale Ränge und wer auf die Abstiegszone blickt, man hätte eher die Gäste aus Nürnberg in Richtung Europa geschickt. Und blickt man auf die Tabelle, ist das gar nicht mal so falsch: mit 25 Punkten hat der FCN ein Polster von neun Zählern auf den aktuellen Relegationsteilnehmer Hoffenheim. Auf den Tabellensechsten Mainz fehlen hingegen nur sechs Zähler, gerae mal zwei Siege. Kein Grund zur Euphorie, aber erst recht kein Grund zur Panik. Der FCN ist mehr als nur im Soll.

Der Tenor: es war mehr drin

So einig, wie man in den 90 Minuten zuvor gegen die Eintracht aus Frankfurt kämpfte, so einig war man sich auch in der Bewertung des Spiels nach der Partie: es wäre mehr drin gewesen beim hessischen Tabellenvierten. „Ich bin mit dem Punkt heute nicht ganz zufrieden, da wir mehr Chancen hatten und so einen Sieg erreichen hätten können“, sagte so beispielsweise Timm Klose in der Mixed Zone. „ “Unter dem Strich war für uns heute sogar mehr drin. Wir hätten schon vor der Pause in Führung gehen können. In der zweiten Halbzeit war es dann teilweise ein Spiel mit offenem Visier“, bilanziert Michael Wiesinger. Doch mit der Leistung konnte man unter dem Strich zufrieden sein - hochzufrieden sogar, wie Hanno Balitsch meinte.



Ausbildungsverein 1. FC Nürnberg

Aber auch abseits der Geschehnisse am und rund um den Valznerweiher gibt es für den 1. FC Nürnberg Grund zum Strahlen. Und zwar mit Blick auf die Spieler, die den FCN erst im Sommer 2011 verließen und nun anderweitig überzeugen: Eine schwere Phase hinter sich hat dabei Mehmet Ekici, der nach ganz wenig Einsatzzeit in der Hinrunde nun erstmals doppelt für Werder Bremen traf - und damit das 4:1 in Stuttgart einleitete. Noch weit mehr im Fokus allerdings steht Double-Gewinner Ilkay Gündogan (Borussia Dortmund). Nicht nur national (zuletzt sagenhafte 149 Ballkontakte beim 3:0 gegen den Club), auch international hat sich Gündogan mittlerweile einen Namen gemacht. Brillierte er in der Hinserie noch bei Spielen gegen Manchester City und Real Madrid, bekam der Ex-Nürnberger nun auch zum zweiten Mal die Chance, in der Nationalmannschaft vorzuspielen. Mit 111 Ballkontakten und einer Torvorlage nach eigener Balleroberung steuerte Gündogan maßgeblich zum 2:1-Sieg in Frankreich bei.

Ruhmreiche Grüße

Euer

Patrick Reichardt


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