thumbnail Hallo,

Die wöchentliche HSV-Kolumne von Daniel Jovanov – jeden Mittwoch exklusiv auf Goal.com.

Liebe Leser,

der vierte Heimsieg in Folge – ich muss zugeben, dass ich das überhaupt nicht auf dem Schirm gehabt habe. Aber zu meiner Verteidigung sei gesagt, dass es in der vergangenen Saison insgesamt nur drei Heimsiege gegeben hatte. Deshalb klingt es in meinen Ohren fast unglaublich. Auch heute noch, drei Tage nach dem Derbysieg.

Man muss bei allem Jubel konstatieren, dass es nicht das beste Spiel des HSV in dieser Saison gewesen ist. Viele Abspielfehler, vermeidbare Gegentore und zum Teil kaum Kreativität im Spielaufbau. Das lag zum einen an Rafael van der Vaart und Milan Badelj, wobei letzterer sein wohl schlechtestes Spiel im Dress der Hamburger gemacht hat. Seine Fehler korrigierte er zwar schnell, indem er nicht locker ließ und dran blieb, nichtsdestotrotz waren es in der Summe zu viele Fehlpässe.

Neuer Teamgeist - Auch außerhalb des Platzes gute Freunde

Van der Vaart hingegen wurde von den tief und kompakt stehenden Bremern dazu gezwungen, sich häufig in die eigene Hälfte zurückfallen zu lassen. Dennoch machte der 29-Jährige keine schlechte Partie – die Erwartungen an ihn sind sicher auch gesunken, da die Mannschaft mittlerweile gefestigt wirkt und sich die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt, wie Heiko Westermann nach dem Spiel bestätigte.

Dass ein Sieg im Derby nicht nur drei Punkte bedeutet, scheinen die Spieler verstanden zu haben. Ich bin überzeugt, dass der Derbysieg für einen besonderen Motivationsschub gesorgt hat. Zumal man nun im nächsten Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt am kommenden Sonnabend die Gelegenheit hat, den Abstand auf die vordersten Plätze zu verkürzen. Bayern, Leverkusen Dortmund – dahinter werden sich sechs, sieben Vereine um die restlichen internationalen Startplätze streiten.

Wechselt zurück nach England: Scharner auf Leihbasis zu Wigan Athletic

Nicht mehr dabei sein wird Paul Scharner, der heute zum Medizincheck nach England geflogen ist und auf Leihbasis zu Wigan Athletic wechseln wird. Ich glaube derweil nicht, dass der Plan des 32-Jährigen aufgehen wird und er im Sommer eine erneute Chance beim HSV bekommt. „Wenn einer weg will, dann soll er das machen. Paul hatte geäußert, dass er gerne drei Monate woanders spielen will. Nicht direkt zu mir – das habe ich gelesen. Das ist auch völlig in Ordnung, aber dann kann ich nicht mehr sagen: Du bist im Kader und Rajkovic nicht. Rajkovic hat sich untergeordnet und ist jetzt die erste Wahl, wenn einer ausfällt“, sagte Fink nach dem Spiel zu uns.

Die Mannschaft macht wichtige Schritte in der Liga. Wenn selbst Dennis Aogo ein Tor erzielt, muss jedem klar sein, dass eine neue Zeit anbricht. Das sage ich deshalb, weil Aogo für mich als Sinnbild einer sehr unglücklichen Zeit beim Hamburger SV steht. Dem 26-Jährigen wollte in 2012 partout nichts gelingen, der Stammplatz schien in Gefahr, ein selbst erzieltes Tor trotz aller Bemühungen unvorstellbar. Doch das 2:1 gegen Werder Bremen zeigte, wie heiß die junge Mannschaft auf Erfolge ist. Der nächste folgt am Sonnabend.

Bis dahin,

Nur der HSV!

EURE MEINUNG: Was ist drin gegen Eintracht Frankfurt?

Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal.com auf oder werde Fan von Goal.com auf !

Neu: Folge HSV-Reporter Daniel Jovanov auf und erhalte Live-Tweets aus dem Volkspark!

Dazugehörig