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„Reichardts Club“: Der Kapitän spricht ein Machtwort
Neunfacher deutscher Meister und Fahrstuhlmannschaft zugleich - so was gibt es nur beim 1. FC Nürnberg. Meine wöchentliche Kolumne berichtet rund um die „Glubberer“.
Servus liebe Glubberer!Man hatte es schlimm erwartet, doch es kam, betrachtet man die 90 Minuten in Dortmund, noch schlimmer. Der 1. FC Nürnberg verlor sein Auswärtsspiel beim Deutschen Meister mit 0:3. Und sah dabei kein Land.
Eine gute Leistung muss her
Der Kaptiän des 1. FC Nürnberg ist ein routinierter, abgeklärter FCN-Profi, der nahezu alles miterlebt hat, was dieser Verein zu bieten hat. Abstieg, Aufstieg, Relegation, Pokalsieg - damit es zu keinem erneuten Drama kommt, warnte der Keeper nun nach dem Spiel in Dortmund. Einige bringen noch nicht die gewünschte Leistung, äußerte Schäfer und fügte an: „Wir brauchen mal wieder eine gute Leistung.“ Das Polster von acht Punkten ist komfortabel, aber trügerisch. Augsburg holte in zwei Partien vier Zähler und ist auf dem aufsteigenden Ast - der FCN hingegen muss aufpassen. Und sich klar steigern, wie Schäfer nun zurecht anmerkte.
Wiesinger relativiert
Der Trainer hingegen wollte nicht ins selbe Horn blasen, ihn störte hauptsächlich das letzte Tor. „Das 0:3 kurz vor Schluss ärgert mich sehr, weil es den Eindruck verwischt“, sagte Wiesinger. Und fügte erhobenen Hauptes an: „Das Ergebnis sieht so deutlicher aus, als es letztlich war. Ich fand, es war ein beherzter Auftritt. Dortmund hatte zwar die erste Chance, aber eigentlich müssen wir dann in Führung gehen. Letztlich ist das allerdings hypothetisch. Nach den zwei Gegentoren haben wir etwas die Ordnung verloren, da waren wir in einer gefährlichen Phase. Die zweite Halbzeit war dann ordentlich - bis zum dritten Gegentor.“ Selbstkritik sieht anders aus. Vergessen war, dass der FCN sich in 90 Spielminuten nur einmal gefährlich dem BVB-Tor näherte - und in der zweiten Halbzeit komplett ungefährlich blieb.

Relativ gesehen ist alles gut
Ein Tor und ein Punkt aus zwei Spielen. Der Start hätte wahrhaft rosiger aussehen können im Frankenland. Doch ein paar Kilometer weiter, beim Erzrivalen aus Fürth, sind die Aussichten weit düsterer. Null Tore, null Punkte und noch weit schlimmer: null Hoffnung. Mit neun Zählern und gerade mal einem Sieg ist die Spielvereinigung abgeschlagener Letzter. Der FCN (21) hat mehr als doppelt so viele Zähler als das Kleeblatt (9). So gesehen ist doch alles in Ordnung. Eine beeindruckende Leistung dürfte es trotzdem mal wieder sein - am besten schon kommenden Sonntag gegen Gladbach.
Ruhmreiche Grüße
Euer
Patrick Reichardt
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