thumbnail Hallo,

Neunfacher deutscher Meister und Fahrstuhlmannschaft zugleich - so was gibt es nur beim 1. FC Nürnberg. Meine wöchentliche Kolumne berichtet rund um die „Glubberer“.

Servus liebe Glubberer!

Vorbei die Winterpause, los geht's für den 1. FC Nürnberg in die Rückrunde. Doch das Winterfenster bot für den FCN jede Menge Action. Dieter Hecking gab zwei Tage vor Weihnachten seinen Wechsel zum VfL Wolfsburg bekannt. Die Club-Führung wählte eine interne Lösung und beförderte Michael Wiesinger vom U23-Coach zum Cheftrainer.

Außer dem Trainer nicht viel Neues

Es war ein Paukenschlag, der sich am 22. Dezember für den FCN ereignete. Plötzlich ging alles ganz schnell. Erst hoffte Dieter Hecking auf Vollzug, wenige Stunden später war es perfekt: der sich auf dem Weg zum Rekordtrainer befindliche Niedersachse verlässt den Verein mit sofortiger Wirkung in Richtung Wolfsburg. Der FCN handelte schnell, aber besonnen. Externe Lösungen wurden ausgeschlossen, angeblich soll sogar Sven-Göran Eriksson angefragt haben. Die Club-Führung entschied sich für eine Doppellösung mit Michael Wiesinger und Armin Reutershahn, ein vorheriger Co-Trainer Heckings. Wiesingers Vertrag gilt zunächst bis Saisonende, Reutershahn ist bis 2014 an den Vertrag gebunden.

Gleich zu Beginn dieser neuen Ära setzte das Duo ein Zeichen und überraschte mit Personalwechseln in der Startaufstellung. Feulner, der angeschlagen war, saß zunächst draußen, Polter, der zuletzt stürmte, blieb auf der Bank und Hiroshi Kiyotake, Topscorer des FCN in der Hinrunde, wurde aus der Startelf verbannt. Er hätte nicht gut trainiert und zu wenig gezeigt, gab Wiesinger nachher zu Protokoll. Auf der Nase rumtanzen lassen wird also auch das neue Duo nicht mit sich lassen.

Feulner und Nilsson langfristig gebunden

Weitere Grundsteine für eine erfolgreiche Zukunft legte der FCN mit den Vertragsverlängerungen zweier Leistungsträger. Markus Feulner, der sich neuerlich in der Startelf etabliert hat und variabel einsetzbar ist, verlängert seinen endenden Kontrakt um zwei Jahre bis 2015. Auch Per Nilsson, neben Timm Klose zur festen Größe in der Stammdefensive geworden, bleibt zwei weitere Jahre bis 2015. Die Clubberer setzen also weiter auf Bewährtes und versuchen frühzeitig, den breitaufgestellten Kader zusammenzuhalten.



Antonio fehlt den Rest der Saison

Die größten Sorgen machen den Nürnbergern aktuell Zustände, die nicht beeinflussbar sind: nämlich Verletzungen. Nilsson fiel gegen Hamburg verletzungsbedingt aus, auch Feulner kam erst spät rein. Doch das Pech mag kein Ende nehmen: Raphael Schäfer brach sich nach einem Zusammenprall mit dem Hamburger Son zum Rückrundenstart das Nasenbein und Pechvogel Marcos Antonio hat es gar noch schlimmer erwischt. Der Brasilianer wird wegen einer Knieverletzung bis Saisonende ausfallen und für den FCN damit auch kein mögliches Transferobjekt sein. Die Vereinsführung um Sportvorstand Martin Bader hatte geplant, den Innenverteidiger wieder abzugeben.

Ruhmreiche Grüße

Euer

Patrick Reichardt


EURE MEINUNG: 20 Punkte zur Winterpause - was ist dieses Jahr drin?

Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal.com auf
oder werde Fan von Goal.com auf !

Dazugehörig