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Die wöchentliche HSV-Kolumne von Daniel Jovanov – jeden Mittwoch exklusiv auf Goal.com.

Liebe Leser,

erholt und voller Tatendrang melde ich mich heute mit meiner wöchentlichen Kolumne zurück. Dass der HSV in der Winterpause nur vereinzelt Geschichten für Schlagzeilen hergab, werte ich als positives Zeichen. Die Trennung der van der Vaarts zähle ich hierbei nicht hinzu, denn mit Fußball hat diese Geschichte auch nichts zu tun. Dennoch sah ich die Notwendigkeit, einen Kommentar zu diesem Thema zu verfassen. Diesen könnt ihr hier nachlesen.

Die Mitgliederversammlung zählt mit Sicherheit zu den größeren Themen der Winterpause, auch wenn man zugeben muss, dass auch dieses Ereignis nur am Rande etwas mit Fußball zu tun hat. Es war und ist eine rein politische Veranstaltung, auf der Menschen mit unterschiedlichen Denkweisen und Lösungsvorschlägen aufeinandertreffen. Die einen kommen nur, um ihre Standpunkte darzulegen. Andere beabsichtigen, ihre Vorschläge und Ideen in die Tat umzusetzen.

Die Erfahrung der letzten Jahre lehrte uns, dass man nicht immer die besten Inhalte braucht, um sich der Wählerstimmen sicher zu sein. Es ging viel mehr um die Frage: Bist du einer von uns, oder nicht? Diese Haltung scheint sich verändert zu haben, denn viele Erklärungen für das Scheitern Ralf Bednareks gibt es darüber hinaus nicht. Aus meiner Sicht haben die vier besten Reden letztlich für einen Einzug in den Aufsichtsrat gesorgt – Bednarek gehörte an diesem Abend nicht zu den besten Rednern.

Es sind viele Zitate aus dieser Veranstaltung hängen geblieben. Besonders überzeugt hat mich die Erkenntnis, dass die Struktur keine Tore schießt, geschweige welche verhindert. Und ich stimme dem absolut zu: Die jetzige Struktur hindert niemanden daran, erfolgreich zu arbeiten. Dass sie im Bezug zur Wirtschaftlichkeit womöglich nicht die beste Lösung ist, darüber lässt sich streiten. Die Mitgliedschaft hat allerdings eingesehen, dass eine Debatte darüber müßig ist.

In der vergangenen Saison, als es sportlich sehr eng für den HSV wurde, blieb es doch verhältnismäßig ruhig. Dies ist vor allem Frank Arnesen zu verdanken, der seinen Kopf hingehalten und sich vor die Presse gestellt hat, als es lichterloh brannte. Ich würde mir seitens der Kontrolleure und der Fans mehr Respekt für seine Arbeit wünschen. Er hat viele richtige Entscheidungen getroffen, sodass der HSV mittlerweile nicht mehr nach dem kleinsten Windstoß umfällt. Er verkörpert nach außen eine Mentalität, die dem Aufsichtsrat in den letzten Jahren leider fehlte.

Mit der Wahl der vier neuen Räte haben die Mitglieder die Segel für die Zukunft jedoch richtig gesetzt. Doch auch sie werden letztlich keine Tore auf dem Platz schießen. Es wird auch keine Notwendigkeit dafür geben, dass sich die Kontrolleure selbst einwechseln müssen. Auch wenn der eine oder andere dazu nur sein Hemd ausziehen muss. Der Aufsichtsrat ist zumindest um ein sehr mutiges und kreatives Mitglied reicher.

Ob die Mannschaft sich in den vergangenen Wochen weiterentwickelt hat, wird der erste Spieltag der Rückrunde zeigen. Ich halte viel von der Arbeit, die in Nürnberg trotz schwieriger Bedingungen geleistet wird. Thorsten Fink wirkte in der gestrigen Runde sehr ausgeglichen – die Trainingstage in Abu Dhabi haben sich hoffentlich ebenso positiv auf die Spieler ausgewirkt. Es geht endlich wieder los. Ich freue mich darauf.

Bis zur nächsten Woche,

Nur der HSV

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