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Neunfacher deutscher Meister und Fahrstuhlmannschaft zugleich - so was gibt es nur beim 1. FC Nürnberg. Meine wöchentliche Kolumne berichtet rund um die „Glubberer“.

Servus liebe Glubberer!

Sieben Punkte aus drei direkten Duellen, die Pflicht für eine Halbserie erfüllt und ein komfortables Polster auf alle drei Abstiegsplätze. Der 1. FC Nürnberg hat mit seinem 2:0-Sieg über Fortuna Düsseldorf nicht nur punktemäßig sein Soll für die ersten 17 Spiele erfüllt, sondern auch einen weiteren direkten Konkurrenten besiegt. Betrachtet man jene Konkurrenz nur tabellarisch, sieht der FCN in dieser Statistik hervorragend aus. Drei Siege und zwei Remis gab es gegen die Teams zwischen Rang 12 und 18.

Zuhause warm gelaufen

Sieg gegen Hoffenheim, Sieg gegen Düsseldorf. Nun, zweimal nacheinander in Heimspiel gegen direkte Konkurrenten zu gewinnen, klingt weit weniger spektakulär, als es beim FCN vielleicht ist. Die letzten aufeinander folgenden Heimsiege liegen mehr als neun Monate zurück, damals gegen Köln (2:1) und Gladbach (1:0). Es folgten Niederlagen, Unentschieden, zwischendurch ein paar wenige Siege. Vor den beiden Erfolgen gegen Hoffenheim und Düsseldorf verbuchte der FCN in sechs Heimspielen gerade mal einen Sieg.

Und plötzlich wird aus der Qual die Wahl

Hoffnung macht derweil das aktuelle Personal, vor allem in der Offensive. Insbesondere die Ansammlung an individuell langsam auftauenden Spielern macht dem lädierten Club-Coach Dieter Hecking Hoffnung. Doch Verwendung kann er aktuell nicht für alle Akteure finden. So sitzt Tomas Pekhart seit dem 1:1 gegen den FC Bayern Mitte November auf der Bank und wird nur noch sporadisch und als Joker eingesetzt. Tomas Pekhart ist auf dem Weg aus der Abstiegszone verloren gegangen, daran ändert auch sein belebter Auftritt inklusive Vorlage gegen Düsseldorf nichts. Hecking scheint Polter, der beweglicher und technisch stärker erscheint, aktuell den Vorzug zu geben. Mit der Zeit wurde Pekhart zum Opfer des Systems, das den abschlussstarken Stürmer verhungern und in der Luft hängen ließ.

Auch in der offensiven Dreierreihe gibt es plötzlich mehr Startelf-Anwärter als zu vergebende Plätze. Neben dem gesetzten Hiroshi Kiyotake präsentierten sich zuletzt auch Markus Feulner (Bayern, Düsseldorf), Mike Frantz (Hoffenheim, Düsseldorf) und Timo Gebhart (Wolfsburg, Hoffenheim) in aufsteigender Form. Gerade Feulner, der zunächst wechselweise im defensiven Mittelfeld und als rechter Verteidiger aufgeboten wurde, zeigte sich gegen Düsseldorf als überragender Antreiber im Mittelfeld, gekrönt von zwei Scorerpunkten. Völlig raus aus der Rotation scheint Alexander Esswein zu sein, der in Fürth vorläufig seine letzten Lorbeeren verspielt haben dürfte. Zu oft präsentierte sich der Flügelspieler egoistisch und lustlos. Zusätzlich zur eigenen Misere spielt die besagte Konkurrenz stark gegen ihn. Esswein jedenfalls ist aktuell kein Thema für die Startelf.



Zufrieden in die Winterpause


Doch nun genug gemeckert. Ein Stürmer mit Format auf der Bank, eine Position zu viel in der offensiven Dreierreihe. Der Club hatte gewiss schon ganz andere Sorgen. Tabellarische zum Beispiel. Diesbezüglich kann man sich aktuell überhaupt nicht beschweren. Sieben Punkte bis zum Relegationsrang, ganze elf auf Augsburg und Fürth, die aktuell auch keinerlei Punkte holen. Mit 19 Punkten hat der 1. FC Nürnberg sein Soll für die Hinrunde erreicht. Holt man in der Rückserie noch einmal so viele Punkte, würde dies zum Klassenerhalt reichen. Und zwar locker.

Ruhmreiche Grüße

Euer

Patrick Reichardt


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