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Mit der Raute im Herzen – die wöchentliche HSV-Kolumne von Daniel Jovanov. Jeden Mittwoch exklusiv auf Goal.com.

Liebe Leser,

das Jahr neigt sich langsam, aber sicher dem Ende zu. Und dass wir uns einer eher langweiligen Winterzeit nähern, erkennt man unschwer an den Schlagzeilen. „Ich habe heute leider keine Story für euch“, schien Thorsten Fink diese Nachricht fast unangenehm zu sein. Heißt für uns Journalisten: Es ist Kreativität gefragt. Doch die größte Schlagzeile lieferte der HSV dann doch selbst. Dazu am Ende mehr.

Ivo Ilicevic (re.) verfolgt derzeit das Verletzungspech

Gestern nahm sich Fink ein wenig Zeit für unsere Fragen und äußerte sich zu den verletzten Spielern. Vor allem zu Ivo Ilicevic: „Wir testen ihn, haben ihm Blut abgenommen und schicken ihn überall hin. Wir achten auch darauf, was er privat macht. Man hat im Blut feststellen können, dass ihm etwas fehlt. Da wird er vom Arzt etwas verschrieben bekommen.“ Klingt ob Finks präziser Schilderung beinahe mysteriös. „Es gibt nun mal Fußballer, die öfter verletzt sind.“ Warum das so ist, wussten weder Fink noch wir.

Jeffrey Bruma, der den mit Gelb-Rot ausgeschiedenen Paul Scharner solide vertrat, hat sich bei seiner Rettungsaktion, bei der mit Sicherheit jeder HSV-Fan zusammengezuckt ist, zum Glück nicht schlimmer verletzt. „Das sah übel aus. Jeff hat eine sehr gute Muskulatur. Ohne die hätte es weitaus schlimmer kommen können.“ Ob er am Samstag wieder auflaufen wird, wollte Fink noch nicht sagen. Es wäre ihm jedenfalls nach längerer Pause zu gönnen, zumal er mit 21 Jahren noch großes Steigerungspotenzial hat.

Über den Auftritt in Freiburg zog Fink indes ein positives Fazit. „Im letzten Jahr hätten wir dieses Spiel noch verloren. Vor der roten Karte hatte ich das Gefühl, dass wir den Gegner schlagen können.“ Es war in der Tat kein schlechter Auftritt – der HSV erarbeitete sich früh einige gute Gelegenheiten. Mit einem Mann weniger wurde es jedoch schwieriger, das eigene Spiel durchzuziehen. Wobei man allen, insbesondere aber dem Libero Rafael van der Vaart, ein großes Kompliment aussprechen muss. Das war kämpferisch tadellos.

Über Maxi Beister sagte Fink Folgendes: „Er hat sich seine Chancen erarbeitet, hatte in der ersten halben Stunde fünf  Torschüsse. Ihm fehlt derzeit einfach das Erfolgserlebnis.“ Vielleicht hat er heute mit der U21 mehr Glück als beim HSV. Sowohl bei ihm, als auch bei Arslan, Son, Bruma, Diekmeier oder Sala muss man geduldig sein und den jungen Spielern auch schlechtere Spiele zugestehen. Ein Verkauf von Son zum Beispel ist trotz des kolportierten Angebots aus Liverpool keine Option. Oder wollen wir den eingeschlagenen Weg schon wieder über den Haufen werfen?

Hat beim DFB derzeit mehr Glück - Maximilian Beister

Und so verging dieser Tag ohne wirklich nennenswerte Ereignisse – bis mich die Nachricht von der kaputten Uhr in der Arena erreichte. Ja, dachte ich mir, es ist schon wieder November und keiner hat’s gemerkt. Ein Drittel der Saison ist auch schon gespielt, der HSV bald 50 Jahre Mitglied der Bundesliga. Aber die Uhr tickt nicht mehr. „Sie ist ein Einzelstück. Es gibt keine Ersatzteile für sie", erklärt Arena-Chef Kurt Krägel auf der vereinseigenen Homepage. Glaubt eh niemand, ist aber auch egal. Die Uhr-Debatte könnte trotzdem zum Politikum werden - es ist derzeit einfach nichts los und bald stehen die Wahlen der neuen Aufsichtsräte an. Diesen Termin muss man sich vormerken.

Bis dahin,

Nur der HSV!

EURE MEINUNG: Der Volkspark ohne die Uhr - könnt ihr euch das vorstellen?

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