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Neunfacher deutscher Meister und Fahrstuhlmannschaft zugleich - so was gibt es nur beim 1. FC Nürnberg. Meine wöchentliche Kolumne berichtet rund um die „Glubberer“.

Servus liebe Glubberer!

Verflogen ist sie, die Euphorie nach dem „fast perfekten“ (Timo Gebhart) Spiel gegen den VfL Wolfsburg. Beim FSV Mainz 05 gab es eine 1:2-Pleite, der Tabellenkeller ist wieder ein Stück näher gerückt. Ausgerechnet nun warten die Derbywochen auf den 1. FC Nürnberg. Erst das Heimspiel gegen den FC Bayern München, dann das erste Bundesliga-Derby mit dem Erzrivalen Greuther Fürth.

Kehren Pino und Rapha zurück?

Das Spiel in Mainz ist schnell analysiert. Start verschlafen, am Ende nicht genug zugesetzt und somit Punkte verschenkt. Die wahren Schlagzeilen gab es beim FCN an diesem Wochenende schon vor Spielbeginn. Als bekannt wurde, dass Dieter Hecking seine Mannschaft in Mainz so auflaufen lassen würde wie zuhause gegen Wolfsburg, war die Schlagzeile des Tages bereits geschrieben. Dass Raphael Schäfer noch nicht spielen würde, war im Vorfeld bereits klar. Dass Javier Pinola hingegen hinter Marvin Plattenhardt auf der Bank Platz nehmen musste, das überraschte schon eher. Auch Schäfer befand sich bereits wieder im Training, sollte aber wieder langsam rangeführt werden - was nach einer kurzen Verletzung auch eher ungewöhnlich ist. Pinola saß 90 Minuten auf der Bank. Geht das gut?

Gegen Bayern sollten beide Routiniers wieder in die Startelf zurückkehren. Bei Schäfer war dies bereits letzte Woche angekündigt worden, Pinola dürfte nach einem eher schwachen Auftritt seines frisch aufgestiegenen Konkurrenten Plattenhardt die sichere Lösung fürs Duell mit dem Rekordmeister sein. Auch Rakovsky konnte in Mainz nicht glänzen. Hat sich Hecking gleich in doppelter Hinsicht verzockt? Ob Schäfer und Pinola die Pleite von Mainz verhindert hätten, ist natürlich mehr als fraglich. Altbewährte Kräfte zugunsten einer Siegermannschaft zu opfern - ja, auch das wirft ein paar Fragen auf. Vielleicht können sie am kommenden Samstag beantwortet werden - vielleicht sogar von Raphael Schäfer und Javier Pinola.

Balitsch bringt sich ums Derby

Wenn das Duell mit dem Rekordmeister und aktuellen Tabellenführer Bayern München ansteht, braucht ein Verein wie der 1. FC Nürnberg jede Defensivkraft. Dazu zählt neben der Viererkette und dem Tormann vor allem das Personal auf der Doppelsechs. Dort haben sich in dieser Saison, wie auch in der vergangenen Hinrunde, Timmy Simons und Hanno Balitsch festgespielt. Balitsch wird gegen die Bayern fehlen - unnötigerweise. Bereits ausgewechselt, beschwerte sich der defensive Mittelfeldspieler lautstark und bekam, auf der Bank sitzend, die gelbe Karte gezeigt. Die fünfte. Nun sitzt der defensive Mittelfeldmann gegen die Bayern draußen. Und Dieter Hecking hat wieder einen Routinier zu ersetzen - diesmal unfreiwillig.



Selbst ein Tor wäre eine Premiere

Dass der 1. FC Nürnberg als deutlicher Außenseiter ins Derby geht, ist ebenso klar, wie dass es eine Leistung am Limit erfordern wird, um den Bayern auch nur einen Punkt abzutrotzen. Diese präsentieren sich auf fremdem Platz bisher ausgezeichnet und makellos. In fünf Auswärtsspielen holte das Team von Jupp Heynckes fünf Siege und kommt auf ein Torverhältnis von 15:0. Unbesiegt, ohne Punktverlust und gegentorlos - gerade auswärts sind die Bayern derzeit das Maß aller Dinge. Ein einziges FCN-Tor wäre an diesem Tag schon eine Premiere. Dass die Fans sich mehr erträumen, versteht sich von selbst.

Ruhmreiche Grüße

Euer

Patrick Reichardt


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