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KOLUMNE - Jede Woche gibt euch FCB-Reporter Maximilian Bensinger Einblick in sein Gefühlsleben. Was gibt es Neues an der Säbener Straße? Emotional und erschreckend subjektiv!

Liebe Bayern-Fans,

wir können doch wirklich froh sein, dass der FC Bayern München so souverän in das Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen ist. Keine Verlängerung oder gar Elfmeterschießen – kein Zittern! Am Ende siegten die Münchner sogar mit vier Toren und einer durch-rotierten Mannschaft, die in dieser Formation wohl nicht mehr auflaufen wird.

An dieser Stelle sollte vielleicht einmal erwähnt werden, dass Spieler wie Rafinha längst eine Chance verdient hatten. Der Brasilianer ist schon seit einigen Wochen fit, kam aber unter Jupp Heynckes nicht zum Zuge. In einem Freundschaftsspiel in Heimstetten gegen die SpVgg Unterhaching wurde Rafa dann sogar auf der Doppel-Sechs eingesetzt – keine Chance, sich richtig zu präsentieren. Im normalen Bundesligaalltag wurde dem Brasilianer dann auch ein nicht gelernter Außenverteidiger (Badstuber) vorgezogen. Umso mehr habe ich ihm das Tor gegen Düsseldorf gegönnt und seinen Startelfeinsatz gegen den 1. FC Kaiserslautern. Der Kerl ist ein guter Fußballer, braucht aber Spielpraxis.

Angst um Tymo

Gar nicht gefallen hat mir an diesem Abend dagegen die neu formierte Doppel-Sechs. Die Kollegen Can und Tymoshchuk fackelten ein Fehlerkonzert ab, dass Jupp Heynckes so nicht gefallen haben konnte. Während Emre Can zwar aktiv am Spielbetrieb teilnahm, viele Ballkontakte hatte, aber in vielen Phasen unvollendet blieb, machte man sich beim Ukrainer wirklich Sorgen, ob diese Sportart nicht mittlerweile etwas zu gefährlich für ihn geworden ist. Kein Timing, keine Dynamik und eine Schusstechnik, die über kurz oder lang zu einer selbst zugefügten Beinfraktur führen wird.

Sein junger Nebenmann wirkte dagegen extrem nervös, offenbarte teilweise grobe Schnitzer im Stellungsspiel und beging in einer Großzahl an Zweikämpfen unnötige Fouls. Einmal mehr zeigte sich, dass Emre Can für den nächsten Schritt noch nicht bereit ist. Vor allem seine Nervosität muss das Mittelfeldjuwel in den Griff bekommen. Nichtsdestotrotz konnte man die überragenden Anlagen des Türken erahnen. Seine technisch versierte Ballführung und seine starke Laufarbeit sollten neben der Kritik hervorgehoben werden.

Arjens neue Rolle

Ein anderer ging in seiner neuen Rolle förmlich auf. Arjen Robben kehrte als Kapitän in die Startelf zurück und schien sich dieser Ehre mehr als bewusst. Nachdem er bereits im Spiel gegen Leverkusen einer der wenigen Bayern-Akteure war, die versuchten, die Mannschaft aus ihrer Lethargie herauszureißen, war er nun im DFB-Pokal als Kapitän auch offiziell gefordert. Und der Niederländer rannte, bewegte sich, ging als Vorbild für viele junge und unerfahrene Spieler als Beispiel voran. Er redete, dirigierte und lenkte das Spiel – verbal sowie fußballerisch. Immer wieder zog Robben in die Mitte und initiierte erfolgversprechende Angriffe. Sein Doppelpack war nur die logische Konsequenz einer sehr starken Leistung.

Dem Bayern-Superstar scheint die Rolle als Kapitän zu gefallen. Er klatschte Beifall, motivierte und mahnte an. Doch nicht nur in den letzten beiden Spielen bewies der Flügelflitzer echte Leader-Qualitäten. Auch in der vergangenen Saison übernahm er bereits Verantwortung und ging voran. Als er beispielsweise Mario Gomez in Madrid die Verantwortung beim Elfmeter abnahm oder das bis dahin einseitige Spiel änderte und plötzlich wesentlich mannschaftsdienlicher agierte. Ein Arjen Robben leistete plötzlich Defensivarbeit. Trotz des medialen Brennglases stellte sich Robben damals allen Aufgaben. Ich will an keinem Thron sägen, aber meiner Meinung nach, wäre der Oranje-Star eine echte Alternative zum aktuellen Kapitän Philipp Lahm.

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Es grüßt,

Maximilian Bensinger

 

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