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KOLUMNE - Jede Woche gibt euch FCB-Reporter Maximilian Bensinger Einblick in sein Gefühlsleben. Was gibt es Neues an der Säbener Straße? Emotional und erschreckend subjektiv!

Liebe Bayern-Fans,

wieso führen wir immer wieder dieselben Endlosdiskussionen? Es ist der Luxus, der uns plagt. Wir haben von allem zu viel und von dem Zuvielen dann zu aller Überdruss auch noch im Überfluss…

Das fängt bei simplen - banalen -  Dingen, wie dem Essen, an. Ein Döner – getoastet oder ungetoastet, mit oder ohne Schaaf, Schweini, Lahm, oder doch lieber Kuhba? Wir haben so viel Auswahl, dass wir gar nicht mehr wissen, wo uns eigentlich der Kopf steht. So viele Variationen, Kleinigkeiten und Details, die uns wichtiger erscheinen, als so manche essentielle Entscheidung.

Man möge es mir verzeihen, aber ich bin ein Verfechter der Theorie, dass der Fußball in gewisser Weise ein Spiegelbild des gesamten Lebens ist. Das fängt bei den Höhen und Tiefen des Leistungssports an und hört bei den Grundgesetzen eines menschlichen Individuums auf.

Der Begriff der Ethik und Menschenwürde wird in keinem anderen Sport öfter diskutiert - ausgerechnet bei der beliebtesten Sportart der Welt? Gründe könnte man viele nennen. Vielleicht, weil der Fußball mittlerweile viel mehr als nur ein Sport ist. Eine Art Ersatzreligion, ein eigener kleiner Staat mit Kontrollsystemen und Instanzen, die ebenfalls von Fehlern und von menschlichem Versagen durchtränkt sind. Man nehme ein bisschen Korruption bei der FIFA, ein bisschen Fankrawall und ein Brise reißerischer Überschriften. Alle drei reagieren zu einer köstlichen Medienschelte. Lecker!

Aktuell wird diskutiert, ob sich die Bundesligatrainer zu oft ungerechtfertigter Kritik stellen müssen. Eigentlich brauchen wir gar nicht groß rumlabbadian, dafür haben wir die schillernden Figuren der Expertenlandschaft, die dieses Thema zum Anlass genommen haben, um in alle Richtungen zu philosophieren, aber um Gottes Willen nicht beim Thema zu bleiben. Zum Glück besitzt Fußball-Deutschland mit dem einstigen Torwarttitan nicht nur einen ehemaligen Welttorhüter, sondern auch einen wahntastischen Hobbypsychologen, der sämtliche Vorgänge des Fußballs gegen alle Regeln der Psychologie auseinandernimmt. „Er hat sich nicht im Griff!“…sagte der Vulkahn über Brüno.

Friedhelm Funkel revidierte seine uralte Aussage, dass man mit den Trainern „kein Mitleiden“ haben muss. „Die Zeiten haben sich geändert“, fügt der kauzige Friedhelm an. Aber keine Äußerung ist richtig deliziös, wenn sie nicht ordentlich gepfeffert ist. Kurzum, das aktive Mitglied im Neusser Schützenverein Bomelante bewies wieder einmal seine Treffsicherheit und stellte mir nichts dir nichts Kahns Aussagen infrage. Zugegeben, dass gerade Kahn dem VfB-Trainer eine gewisse emotionale Unausgewogenheit attestiert – das ist schon kurios. Aber mit dem eigentlichen Thema hat das doch alles nichts mehr zu tun. Es ist nur eine von etlichen Baustellen, die am Rande des eigentlichen Themas eröffnet wurden. Am Ende bleibt es inhaltslos und reiht sich in die unrühmliche Riege von „Dingen, die die Welt nicht braucht“  ein, gleich hinter der sensationellen Wüterich-Tabelle der BILD-Zeitung und der RTL-Rankingshow „Die 10…“. Was für ein Chaos, was für ein Wirbel – so herrlich verrückt. Wie das reale Leben, oder?

Es tut mir Leid, denn die heutige Kolumne tangiert das Thema „FCB“ nur peripher. Zumindest der Titan spielt eine Rolle. Darüber hinaus schließt das heutige Stück Literaturgeschichte nur an die letztwöchige Kolumne an, denn die Berichterstattung zum Thema Sammer vs. Heynckes gleicht den Geschehnissen in Stuttgart auf amüsante Art und Weise. Es ist ja auch Länderspielpause und so richtig viel Stoff gab das gestrigen Spiel in Heimstetten auch nicht her. Obwohl! Ich habe da einen schiefen Blick von Jupp Heynckes auf Matthias Sammer erkennen können...Zoff? Nächste Woche dann wieder ganz in rot liebe Bayern-Fans.

Hast du etwas zu den aktuellsten Bayern-Themen zu sagen? Diskutiere auf meiner Facebook-Page mit mir und vielen anderen Interessierten über die neusten Geschehnisse rund um den FC Bayern München.

Es grüßt,

Maximilian Bensinger

 

Live-Tweets von der Säbener Straße - Bleibe am Ball und diskutiere mit: Bayern-Reporter Maximilian Bensinger auf !

Live-Berichterstattung auch von der neuen Facebook-Page von Maximilian Bensinger- http://www.facebook.com/MaximilianBensinger

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