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KOLUMNE - Jede Woche gibt euch FCB-Reporter Maximilian Bensinger Einblick in sein Gefühlsleben. Was gibt es Neues an der Säbener Straße? Emotional und erschreckend subjektiv!

Liebe Bayern-Fans,

die Serie ist gebrochen…

Alles halb so wild – etwas anderes hat mich wesentlich mehr bewegt. Die Partie habe ich über einen, euch sicherlich bekannten, Bezahlsender verfolgt und war mit zunehmender Fortdauer der Berichterstattung wirklich entsetzt, auf welch plumpe und bornierte Art und Weise vor dem Champions-League-Spiel informiert wurde.

Ein erlauchter Kreis von Experten diskutierte die komplette Sendung darüber, ob Matthias Sammer und Jupp Heynckes überhaupt zusammenarbeiten können, ob die Sammer-Kritik nach dem Bremen-Spiel angebracht war und ob man nicht irgendetwas anderes finden könne, was die bis dahin so heil wirkende Bayern-Welt zumindest in Ansätzen trübt.

Mit aller Macht die Sensation

Im Nachhinein sollte man mal überlegen, ob man sich nicht etwas ausführlicher hätte über den weißrussischen Gegner informieren sollen, anstatt mit aller Gewalt und ohne Rücksicht auf die Zuschauer, im Dreck zu wühlen. Zu dieser verkappten Sammer-Debatte durfte natürlich auch Jens Lehmann nicht fehlen. Wer kann besser über Matthias Sammer unqualifizierte Kritik äußern, als der ehemalige Arsenal-Keeper? Niemand. Tatsache!

„Dass jemand wie Matthias über die Medien geht und so was loslässt, da muss ich sagen, wenn er es nicht der Mannschaft gesagt hat, finde ich es schwach", kritisierte Lehmann bei Sky und machte da weiter, wo er vor einigen Wochen aufhörte, als er gegenüber der BamS proklamierte: „So wie ich ihn erlebt habe, streitet Matthias Sammer mit den Leuten, die unter ihm sind. Matthias Sammer streitet nicht mit den Leuten, die über ihm stehen.“

Es ist kein Zufall, dass Lehmann, der als Sky-Experte häufig zu sehen ist, genau zu dieser Debatte am Tisch saß. Schlechter Stil eines großen TV-Senders, dessen redaktionelle Kreativität in keinem Verhältnis zu den monatlichen Gebühren für Abonnenten steht. Im Endeffekt blieben die Zuschauer vor Anpfiff beinahe uninformiert und mussten stattdessen den verbissenen Gesichtsausdruck eines kratzbürstigen Ex-Keepers über sich ergehen lassen.

Das erste Gegentor in Borisov fiel bereits vor dem Spiel

Umso schlimmer, dass Jupp Heynckes kurz vor Spielbeginn diesem grauenhaften Konzept noch Futter gab, als er in einer Liveschaltung sagte: „Mit der Form, Art und Weise war ich nicht einverstanden, das habe ich ihm auch gesagt. Es ist wichtig, dass man konstruktiv kritisiert, dass es angemessen ist und dass es nicht überzogen ist. Ich denke, dass die Kritik überzogen war. Ich finde auch, wir sollen die Kritik intern machen und nicht extern." Das nächste Mal bitte intern absprechen, lieber FC Bayern. Nun ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen und die „Bayern-Krise“ muss ausgesessen werden.

Ein klassisches Eigentor, welches wie die Kirsche auf dem Sahnehäubchen einer ungenießbaren Torte thront. Mit der 1:3-Niederlage war das vollkommen verzerrte Bild des Münchner Erfolgsklubs komplettiert. Die Bayern wurden in die Krise geredet, womit sich auch der Kreis der heutigen Kolumne schließt. Fassen wir nämlich zusammen, dann bleibt von diesem inhaltslosen Dienstag nicht viel übrig. Eine wichtige Kleinigkeit aber haben wir gelernt. Die Sammer-Kritik, über die tagelang sinnlos diskutiert wurde, war gerechtfertigt, was die Leistung in Weißrussland gezeigt hat. Eine Krise gibt es aber genauso wenig, wie es einen objektiv beurteilenden Jens Lehmann gibt. Aber dafür wurde er von Sky auch nicht unter Vertrag genommen. Was lernen wir daraus? Wer lange genug im Dreck wühlt, der findet auch etwas. Aber schön sieht das nicht aus...

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Es grüßt,

Maximilian Bensinger

 

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