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Zwei Spiele, zwei Siege - der Effzeh ist wieder da! Mit dem doppelten Dreier haben die Kölner endlich gepunktet und für etwas mehr Ruhe rund um den Geißbockstall gesorgt.

Köln. Was schrieb ich noch in meiner letzten Kolumne, der Effzeh werde keine Serie starten - und nun, ein paar Tage später, sitze ich hier und freue mich, dass eine „Mini-Serie“ nun doch greifbar ist. Ein Sieg gegen Dynamo Dresden und aus einem völlig verkorksten Saisonstart ist einer mit einer noch halbwegs vertretbaren Punkteausbeute geworden.

Doch wie ich es schon seit der Zeit der Saisonvorbereitung predige: Ruhig bleiben. Es hat schon fast etwas von einem Mantra, es jede Woche zu wiederholen: Gebt der jungen Mannschaft Zeit. Es ist nötig, an Zurückhaltung und Geduld zu appellieren. Denn, so unangebracht die von einigen lokalen Pressevertretern nach der Niederlage gegen Cottbus gestartete Trainerdiskussion war, so unnötig ist jetzt die Erwartung, der Effzeh rolle die Tabelle von hinten auf. Abwarten heißt das Zauberwort.

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Kein Platz für Mato Jajalo

Zuversichtlich stimmt mich, dass die jungen Wilden wie Strobl und Hector immer mehr zeigen, welch ein Talent in ihnen steckt und dass Thomas Bröker und Anthony Ujah bewiesen haben, dass in Köln auch aus dem Spiel heraus geknipst werden kann. Außerdem findet Adil Chihi wieder den Weg zurück in die Spur. Hoffen wir, dass die Lichtanteile in seinem Spiel die Oberhand behalten. Es scheint, als habe Holger Stanislawski seine Mannschaft gefunden - und in dieser ist vorerst kein Platz für Mato Jajalo.

Ob er in seiner Zeit beim Effzeh an den Erwartungen von Presse und Fans scheiterte? Oder haben wir alle zu viel von dem Kroaten erwartet? Ich erinnere mich an Gespräche unter den Pressevertretern, in denen es hieß: „Der Jajalo, der ist technisch der Beste der zweiten Liga. Jemand der in der kroatischen Nationalelf spielt, der muss es ja drauf haben.“ Sicher, Mato ist kein schlechter. Doch in meinen Augen zieht das „kroatischer Nationalspieler“-Argument nicht. Wie viele Einsätze hat er denn international schon gesammelt?

Schwach im Training

Was mich am meisten ärgert: Dass sich Jajalo im Training nicht aufdrängt und es mit der Motivation scheinbar nicht so weit her ist bei ihm. Da finde ich es richtig, dass man ihn wie gegen Paderborn zu Hause lässt. Das Heimspiel gegen Dresden wird ein neuer Gradmesser für das junge FC-Team. Vielleicht erhält Jajalo ja eine neue Chance. Aber: Im Moment hat sich beim Effzeh niemand aus dem Spiel gekickt. Der Konkurrenzkampf wird härter. Und Mato Jajalo wird sich anstrengen müssen, will er das Vertrauen, das vor der Saison in ihn gesteckt wurde, zurückzahlen.

EURE MEINUNG: Kann der 1. FC Köln eine richtige Serie starten und welche Rolle wird dabei Mato Jajalo spielen?
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