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Neunfacher deutscher Meister und Fahrstuhlmannschaft zugleich - so was gibt es nur beim 1. FC Nürnberg. Meine wöchentliche Kolumne berichtet rund um die „Glubberer“.

Servus liebe Glubberer!

Der Höhenflug des 1. FC Nürnberg ist vorerst unterbrochen, Träume von einer Tabellenführung für eine Nacht geplatzt. In einer temporeichen und hochklassigen Partie unterlag der FCN dem Team der Stunde, das nun mit 12 Punkten auf Platz zwei der Tabelle rangiert: Eintracht Frankfurt. Doch großartig Zeit, um darüber zu trauern, bleibt den Franken nicht. Es geht gleich weiter mit der englischen Woche. Und dort warten mit Hannover 96 und dem VfB Stuttgart gleich zwei Gegner, die Deutschland auch auf der internationalen Bühne vertreten.

Vom Leichtathletik-Stadion zur Fußball-Arena?

Der 1. FC Nürnberg hat einen neuen Mitarbeiter. Okay, das an sich ist nun keine besonders spektakuläre Nachricht - wenn man allerdings erfährt, welche Aufgabe diesem neuen Mitarbeiter zu Teil wird, relativiert sich das schnell. Als erster Schritt auf dem Weg zu einer Fußballarena soll nun eine Machbarkeitsanalyse durchgeführt werden. Damit wurde nun ein Sachbearbeiter beauftragt. Man arbeitet dabei nach einem Vorbild, das gar nicht so weit von Nürnberg entfernt ist: die Mercedes-Benz-Arena in Stuttgart (Spielstätte des VfB) wurde erst nach der Fußball-WM ab 2008 ausgebaut. Als 2011 die Bauarbeiten abgeschlossen wurden, war von der einst grünen Aschenbahn nichts mehr zu sehen. Nach Tieferlegung des Rasens baute man sogar die Stadionkapazität aus und erhöhte so die Zuschauerzahl.

Für mich steht in dieser Hinsicht eines fest: Sollte eine Machbarkeitsstudie ergeben, dass ein Umbau realisierbar ist, muss diese Chance ergriffen und der Umbau ermöglicht werden. Es ist das Stadion des 1. FC Nürnberg und es ist jener Club, der wöchentlich die Massen ins Stadion lockt. Die Zeiten großer internationaler Leichtathletik-Meetings werden im Nürnberger Stadion nicht mehr kommen. Nationale und regionale Veranstaltungen lockten in der Vergangenheit eher wenige Begeisterte ins weite Rund. Was also wirklich von Belang ist, zeigten die vergangenen Jahre. Das sollte man nicht aus den Augen verlieren.

Unglückliche Pleite nach starker Leistung

Wie viel von der neuerlichen Heimschwäche auf das Stadion an sich geht, lässt sich nur schwerlich beurteilen. In dieser Saison kann sich der FCN dabei noch nicht einmal allzu viel vorwerfen. Zwei Heimspiele und daraus nur einen Punkt hört sich erstmal enttäuschend an, die Leistungen aber waren alles andere als enttäuschend. Dem Deutschen Meister lieferte man einen harten Kampf, verdiente sich redlich einen Punkt gegen starke Gäste. Nun gegen Frankfurt wieder ein ähnliches Muster. Der Club beginnt solide, erarbeitet sich ein paar gute Gelegenheiten und spielt mit viel Elan. Die Tore aber machen die Gäste aus Frankfurt. Weil sie eine klarere Spielanlage an den Tag legen und konsequenter ihre Möglichkeiten nutzen. Zum Schluss drängt der FCN auf den Ausgleich, doch auch das Glück mag an diesem Tag nicht mithelfen. So bleibt unter dem Strich eine unglückliche, aber doch verdiente Pleite.



Die Zielgerade eines harten Auftaktprogramms

Was folgt, ist eine weitere harte Woche für den ersten Fußballklub in Nürnberg. Mit dem Auswärtsspiel in Hannover und dem Südderby zuhause gegen den VfB Stuttgart schließt der FCN ein knackiges Anfangsprogramm ab. Mit Hannover, Gladbach (beide auswärts) sowie Stuttgart wird man dann drei von vier Europa League-Teilnehmer gespielt haben, dazu ging es gegen den Sensationsaufsteiger, der ohne Punktverlust von (fast) ganz oben in der Tabelle winkt. Dazu ein Heimspiel gegen den amtierenden deutschen Meister Dortmund, der zu diesem Zeitpunkt 27 Ligaspiele in Folge ungeschlagen blieb und eine Auftaktpartie beim Bundesliga-Dino aus Hamburg. Aus vier Spielen holte man bislang sieben Punkte - doch dabei soll es nicht bleiben. Schon morgen in Hannover soll das Punktekonto erweitert werden, was angesichts der Heimstärke der Niedersachsen keine leichte Aufgabe werden dürfte. Springt aus den folgenden beiden Partien nochmal ein Sieg heraus, dürfen die Nürnberger mit ihrem Saisonstart hochzufrieden sein. 10 Punkte plus X wären bei diesem Auftaktprogramm ein voller Erfolg.


Ruhmreiche Grüße

Euer

Patrick Reichardt



EURE MEINUNG: Hannover und Stuttgart - wie läuft die englische Woche beim Club?
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