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KOLUMNE - Jede Woche gibt euch FCB-Reporter Maximilian Bensinger Einblick in sein Gefühlsleben. Was gibt es Neues an der Säbener Straße? Emotional und erschreckend subjektiv!

Liebe Bayern-Fans,

sechs Tore in zwanzig Minuten! Was für ein Spiel, was für ein Überfall. Ich bin immer noch euphorisiert von diesem Stuttgarter Kollaps, zumal das Spiel für den FC Bayern nicht gerade vielversprechend begann.

Ganz alleine stand Fredi Bobic in der Mixed Zone der Allianz Arena. Ein leerer Blick Richtung Flachbildschirm, auf dem noch einmal alle sechs Stuttgarter Gegentore in aller Genauigkeit analysiert wurden. Als ob das Ergebnis nicht schon Hohn genug gewesen wäre. Es war nicht der Tag der Stuttgarter. Kein Wunder, dass auch der Sportdirektor nur gezwungen lächeln konnte. Im exklusiven Gespräch zeigte sich Bobic enttäuscht und ratlos.

„Ich habe selten so eine Situation erlebt“

„Das sind die Dinge, die im Fußball leider passieren können. Wir haben unheimlich viele leichte Fehler gemacht“, so Bobic. In zwanzig Minuten kassierte der VfB sechs Tore. Ausreden kann es dafür nicht geben. „Wir müssen uns da mal selbst hinterfragen. Wir wurden als Auswärtsmannschaft ausgekontert“, ärgerte sich der einstige Stürmer.

Den Totalausfall konnte sich aber auch Bobic nicht wirklich erklären. Irgendwie verloren stand er da und verlagerte das Gewicht abwechselnd von einem Bein aufs andere. Was sollte er mir auch kurz nach dem Spiel erzählen? Es blieb bei Erklärungsansätzen: „Das ist Naivität und auch eine Situation des Blackouts. Die einen wachsen über sich hinaus und die anderen verstecken sich. Ich habe selten so eine Situation erlebt, vor allem in so kurzer Zeit.“

Mehr Neuzugänge? „Es gibt viele Wünsche“

Eine solche Niederlage, kurz nach Schließung des Transferfensters, tut nicht nur weh, sondern gibt allen Grund, über grundlegende Dinge nachzudenken. Ob der VfB Stuttgart weitere Neuzugänge wirklich nötig hätte, ließ Fredi Bobic aber offen: „Es gibt viele Wünsche. Die Frage ist aber, ob die Wünsche wirtschaftlich machbar sind.“ Vielleicht aber ist das auch Antwort genug…

Zu viele Spekulationen - zu viele Einschätzungen

Er konnte einem fast leidtun, wenn man nicht gerade Bayern-Fan war, so wie ich. Mitleid war aber das Letzte, was der VfB Stuttgart in dieser Situation gebrauchen konnte. Zurück zum FC Bayern. Der Rekordmeister hat die Kurve bekommen und fährt nun auf der Siegerstraße. Die Giftpfeile gegen den Rekordmeister nehmen aber nicht ab. Immer wieder meldet sich eine Gattung von Mensch zu Wort, die in ihrer Vermehrung einer Karnickel-Kolonie gleicht, aber nerviger als Fußpilz ist. Ihr wisst, wen ich meine. Die TV-Experten. Die Lehmanns, Effenbergs, Scholls und Kahns. Letzterer stichelte zuletzt gegen Matthias Sammer. Davor ließ schon Jens Lehmann seine Experten-Meinung zu Matthias Sammer verlauten. Nur zwei Spezialisten von vielen. Es scheint, als würden alle Ex-Kollegen, die noch in ihrer beruflichen Findungsphase stecken, etwas neidisch auf die Säbener Straße schauen – wo ihr einstiger Kollege nun das Zepter schwingt.

Einem verzeiht Matthias aber jede Aussage, wie er in einem Bild-Interview verriet: „Udo darf sagen, was er will.“ Das ist dann wohl der sogenannte Artenschutz, unter den die restlichen TV-Nasen glücklicherweise nicht fallen. Nur ein erlesener Kreis genießt diese Immunität – Franz Beckenbauer, Udo Lattek, Uwe Seeler, Paul Breitner, Günter Netzer oder auch Lothar Matthäus - nicht weil er alt, sondern einfach anders ist…

Fallen euch noch mehr ein? Um die Liste zu ergänzen, schaut einfach mal auf meine Facebook-Page vorbei. Dort stehe ich für Diskussionen rund um den FC Bayern zur Verfügung. Zudem gibt es immer wieder News, Fotos und Videos vom FC Bayern. Bevor die Serie der Bayern reißt, sollten wir den neuen Live-CountUp feiern, weiterführen und uns jeden Tag daran erfreuen. Vier Pflichtspiele, vier Siege, 15 Tore! 4-4-15!

Es grüßt,

euer Maximilian Bensinger

4-4-15

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