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KOLUMNE - Jede Woche gibt euch FCB-Reporter Maximilian Bensinger Einblick in sein Gefühlsleben. Was gibt es Neues an der Säbener Straße? Emotional und erschreckend subjektiv!

Liebe Bayern-Fans ,

als ich am Sonntag die Allianz Arena betrat und mir der Geruch von frisch gemäthem Gras und Bratwurst in die Nase stieg – da wusste ich: „Papa ist wieder da!“ Dementsprechend fröhlich lief ich durch die Gänge und erwartete sehnlichst den Anpfiff zu diesem Supercup-Kracher. Mein breites Grinsen, was sich seit 18 Uhr festgesetzt hatte, verließ mich auch während des Spiels nicht. Das war wohl die beste Nachricht des Abends, denn wir haben den Fluch besiegt!

Der A(ni)mateur

Doch nicht nur das Ergebnis sorgte bei mir für ein heiteres Gemüt. Da es sich um die Final-Austragung einer DFL-Veranstaltung handelte, war nicht Stephan Lehmann vom FC Bayern Stadionsprecher, sondern ein Vertreter der Deutschen Fußball Liga. Dieser Herr, wir nennen ihn hier einfach mal Hampelmann, schien etwas überfordert zu sein. Das Bemühen konnte man ihm auf gar keinen Fall absprechen, doch der Funke schien nicht wirklich überzuspringen. Die Bayern-Fans fragten sich: Was macht der Hansel hier? Wo ist der Lehmann? Die Dortmund-Fans dachten sich einfach nur: Die spinnen, die Bayern!

Wie ein schlechter Hotel-Animateur sprang Hampelmann auf dem Rasen umher: „Ohhh, heeey!“ Die verzweifelten Versuche, eine Laola zu starten, scheiterten schon im Ansatz. Dabei mussten sich die Zuschauer auf den Stehplätzen von den nicht abmontierten Sitzen erheben, um für die lange Menschenschlange in den Stadiongängen Platz zu schaffen. Meine Güte, da lief einiges schief. Kurz vor dem Anpfiff erhob sich das ganze Stadion dann – nicht wegen Hampelmann - sondern für die deutsche Nationalhymne.

Am Sonntag ging es tatsächlich richtig patriotisch zu – so richtig deutsch! Passend dazu das Kontrastprogramm kurz nach der Hymne. Auf „Einigkeit und Recht und Freiheit“ folgte nämlich prompt „BVB, Hu********“…

Der Kugelblitz

Der FC Bayern komplettierte mit zwanzig beeindruckenden Minuten einen tollen Sonntagabend. Ribery Außenrist, Mandzukic Tor! Mandzukic mit viel Übersicht, Robben mit Pech und Müller mit Glück. In der zweiten Halbzeit sorgte dann der Kugelblitz für ein weiteres Highlight. Nicht Ailton, sondern ein stämmiger Fan bewies seine außerordentliche physische Verfassung und schaffte es über das Dach der Spielerbank auf das Spielfeld. Bayerns Pressesprecher Markus Hörwick blickte leicht entsetzt auf das Dach, während der wieselflinke Suffkopf auf das heilige Grün lief. Seine Sprintqualitäten waren ebenso beeindruckend wie die Stabilität des Dachs, über das er geklettert war. Unter tosendem Applaus der Südkurve wurde das kräftige Kerlchen dann abgeführt. Eine epische Handbewegung gen Himmel, zur Symbolisierung seiner außergewöhnlichen Leistung, konnten die Ordner dabei genauso wenig verhindern wie seinen Odonkor-Gedächtnissprint Richtung Bayern-Tor. Ein toller Mann…

Hoffen wir, dass der Javi ähnlich zielstrebig den Weg nach München findet. Wer mit mir noch über die neusten Bayern-News diskutieren will, der soll einfach mal auf meiner Facebook-Seite vorbei schauen.

Es grüßt,

euer Maximilian Bensinger.

 

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