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In der zweiten Folge von „Uebbers Geißböcke“ widmet sich FC-Korrespondent Daniel Uebber der Frage, wie die Kölner Abwehr für die zweite Liga aussehen könnte.

Liebe Effzeh-Fans!

Hui! In nur drei Wochen beginnt die zweite Liga! Schneller als gedacht hat uns der Bundesliga-Fußball wieder, auch wenn die Kölner sich erst mal mit „tristen“ Kicks gegen Aue oder Sandhausen zufrieden geben müssen. Es bleiben aber Zweifel, ob wir eine Truppe zusammengestellt haben, die das Zeug hat, in der zweiten Liga oben mitzuspielen.

Maroh mit viel Potenzial

Kopfzerbrechen bereitet nicht nur mir vor allem unsere Abwehrreihe: Klar, mit Dominic Maroh haben wir einen Klasse-Transfer getätigt und einen Spieler verpflichtet, der nicht nur weiß, wie es sich anfühlt, aufzusteigen, sondern auch unter Beweis gestellt hat, dass er sogar in der ersten Bundesliga bestehen kann. Und auf der rechten Seite haben wir Miso Brecko, der mir im Standing der Fans immer etwas zu schlecht wegkommt. Natürlich ist Brecko alles andere als ein Flankengott und auch fehlt es ihm das ein oder andere Mal an der geistigen Frische, Tempo ins Spiel zu bringen. Doch immerhin bringt er es fertig, seine Seite „dicht“ zu machen. Und mit „dicht“ möchte ich jetzt nicht auf seine Eskapaden der vergangenen Saison anspielen. Brecko ist schon in Ordnung, wenn es um die zweitligataugliche Besetzung einer Außenverteidigerposition geht. Auf der linken Seite werden wir wohl mit Christian Eichner ins Rennen gehen. Wenn „Eiche“ an seine starke Phase kurz nach seinem Wechsel von Hoffenheim in die Domstadt anknüpfen kann, müssen wir uns auch hier keine Sorgen machen. Spielt er allerdings wieder so eine körperlose, taktisch mangelhafte Runde wie in der vergangenen Spielzeit, dann droht uns über links wieder Gefahr. Was waren das noch für Zeiten als wir mit Ümit Özat einen wirklichen Klasse-Außenverteidiger in unseren Reihen hatten, der auch noch für die nötigen Torvorlagen sorgte? Einen solchen Spieler haben wir derzeit einfach nicht. 

Innenverteidigung als Schwachstelle

Das größte Problem hat der „Effzeh“ meiner Meinung nach auf der Position neben Maroh in der Innenverteidigung. Und nicht etwa, weil ich Geromel vermisse, der von seiner Veranlagung her sicher der beste Zweitligaverteidiger sein könnte. Ich weine Geromel nicht nach, wenn er jetzt wirklich den Verein verlässt. Einstellung, taktisches Verhalten, Übersicht – all das ging Pedro in der Abstiegssaison ab. Es scheint, als springe nun Kevin McKenna in die Bresche – das deuten zumindest die Trainingseinheiten an. Aber wer sollte auch sonst in der Innenverteidigung ran, wenn nicht „Good Old McKenna“? Lukas Kübler ist sicher ein Talent, aber zu unerfahren für den harten Zweitliga-Alltag. Und Kevin Pezzoni? Bitte nicht, sagen hier viele FC-Fans und Beobachter. Und in der Tat – eigentlich ist Pezzoni auch eher ein Sechser, als ein Innenverteidiger. Bei seinen Einsätzen im Abwehrzentrum konnte er auch nicht gerade überzeugen.

Der Super-GAU wäre natürlich, wenn sich nun auch noch ein Spieler verletzen würde. Unverständlich ist es daher, dass die Spieler im Trainingslager ohne Schienbeinschoner agieren. So mussten gestern mit Maroh und McKenna ausgerechnet die beiden einzigen etatmäßigen Innenverteidiger verletzungsbedingt pausieren, weil sie Schläge auf das Schienbein erhielten. Also, liebe FC-Macher: Schaut doch, ob ihr bis zum Saisonstart nicht doch noch einen weiteren Innenverteidiger aus dem Hut zaubern könnt. Ohne Geromel, Schorch, Jemal und Sereno haben wir hier noch Nachholbedarf, oder sehe ich das falsch?

EURE MEINUNG: Wen könnte Köln noch für die Defensive holen?
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