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Jeden Mittwoch heißt es: Nur der HSV! Daniel Jovanov gewährt euch exklusive Einblicke und versorgt euch mit Infos zu allen wichtigen Themen rund um den Volkspark.

Liebe Leser,

jetzt ist es endgültig fix! Der FC Barcelona wird zum 125-jährigen Vereinsjubiläum des HSV zu einem Freundschaftskick in den Volkspark kommen. Gerüchten zufolge lassen sich die Katalanen für diesen Abstecher fürstlich entlohnen: bis zu einer Million Euro sind als Antrittsgage vereinbart. Geld, das die klammen Hamburger doch eigentlich nicht haben sollten. Oder etwa doch?

Für mich ist diese Geschichte von den leeren Kassen ein Thema, dem ich intensiv nachgegangen bin. Ich sehe viele Widersprüche in dem, was von Seiten des HSV behauptet und von fast allen Medien nachgeplappert wird. Der HSV zählt noch immer zu den Umsatzstärksten Vereinen Europas – im Gegenzug wird die Bundesligamannschaft der Frauen wegen fehlender 100 000 Euro abgemeldet, was dem Ansehen des Vereins in besonderem Maße schadet.

Ich hatte das große Glück, in der vergangenen Woche mit jemandem sprechen zu dürfen, der die Finanzen des Vereins sehr gut einschätzen kann. Dieses Gespräch hat mir für viele Aspekte innerhalb des HSV eine neue Sichtweise ermöglicht. „Ein Verein wie der HSV, der 70 000 Mitglieder hat, in einer Stadt wie Hamburg beheimatet ist, bei dem die Stadionfinanzierung in fünf Jahren abgeschlossen sein wird, der durch den neuen Fernsehvertrag mit fast 50 Prozent höheren Fernseheinnahmen rechnen kann, der für einen Ivo Ilicevic vier Millionen Euro bezahlt und dessen unerfahrene Innenverteidigung allein knapp acht Millionen Euro an Gehalt verschlingt soll nicht genug Geld haben, um die Frauenmannschaft zu finanzieren?“

Stattdessen leisten sich die Rothosen den Luxus, sofern kein neues Angebot für Drobny unterbreitet wird, mit vier Torhütern in die Saison zu gehen, Rudnevs für 3,5 Millionen zu kaufen und der zentrale Spielgestalter ist noch gar nicht da. Womöglich könnte mit Hamit Altintop ein weiteres Schwergewicht auf der Gehaltsliste des HSV landen, wobei Real Madrid, ähnlich wie bei Raul auf Schalke, einen Teil des Gehaltes weiter tragen würde. Wenn ich grob überschlage, schwirren durch meinen Kopf Zahlen in Millionenhöhe, die der HSV für die kommende Spielzeit in die Hand nimmt. „Es stimmt doch hinten und vorne nicht, was dort erzählt wird.“, meint ein enger Vertrauter des Vereins.

Es gibt aus meiner Sicht nur eine logische Erklärung. Ich glaube, dass man sich dadurch ein Alibi schafft. Natürlich ist es nachvollziehbar und auch belegbar, dass der HSV keine Transfers mehr im zweistelligen Millionenbereich tätigen kann, wie einst mit Marcus Berg. Aber so dramatisch, wie der HSV und Teile der Medien die Situation darstellen, ist es doch auch nicht. Das Länderspiel am vergangenen Sonnabend spült Geld in die Kassen, der Peace-Cup in Südkorea bringt den einen oder anderen Cent rein und das Spiel gegen Barcelona wird auch ein lukratives Geschäft. Und so verkommt das Jubiläum des Vereins zu einem Abschluss einer Art Charity-Gala als Präventiv-Maßnahme gegen den Tag X, an dem die Kassen in Hamburg wirklich leer sind.

Bis dahin,

Nur der HSV!



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