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Jeden Mittwoch heißt es: Nur der HSV! Daniel Jovanov gewährt euch exklusive Einblicke und versorgt euch mit Infos zu allen wichtigen Themen rund um den Volkspark.

Liebe Leser,

der Hamburger SV spielt eine Saison der vielen Gesichter. Das Spiel in Nürnberg war, verglichen zum Heimsieg gegen Hannover, wieder ein Schritt zurück. Viel schlimmer jedoch wiegen die Verletzungen von Gojko Kacar, der mehrere Monate pausieren muss, und Jaroslav Drobny, dessen Einsatz am Samstag fraglich ist. Sein Vertreter Sven Neuhaus machte seine Sache ordentlich, auch wenn er nicht allzu viel zu tun bekam. Am Gegentor hatte er keine Schuld. Es bleibt jedoch zu hoffen, dass Drobny wieder einmal auf die Zähne beißt und sich am Wochenende ins Tor stellt.

Sein Nachfolger in spe hat trotz der Ankündigung, dass bis Mitte oder Ende April eine Entscheidung fallen soll, immer noch nicht unterschrieben. Rene Alder möchte wohl ganz sicher gehen und das Spiel gegen Mainz und den möglichen Klassenerhalt abwarten. Wer das Spiel im Volkspark pfeifen wird, steht noch nicht fest, ich wette jedoch, dass es nicht Peter Gagelmann sein wird. Wer die Zunft der Schiedsrichter schon mal aktiv bei einem Fußballspiel erlebt hat, weiß, dass sie nie die besten Freunde der kickenden und tretenden Akteure auf dem Feld sind. Dass ein Bundesligaschiedsrichter jedoch solche Äußerungen von sich gibt, ist für mich hochgradig unprofessionell. Schließlich verdienen sie mit dem Pfeifen viel Geld – unabhängig davon, ob das Spiel ansehnlich oder zum Wegschauen ist.

Für schönere und spektakulärere Spiele könnte Dirk Kuyt sorgen. Der niederländische Nationalspieler wird mit dem HSV in Verbindung gebracht, Arnesen sagte nach dem Spiel in Nürnberg: „Wenn wir einen Spieler wie Kuyt kriegen, würde uns das einen großen Schritt weiterbringen.“ Richtig, aber ich frage mich, wie der HSV ihn finanzieren will? Ständig heißt es doch, dass man überall sparen müsse. Sind die Hamburger wirklich so klamm, wie sie tun? Wenn dem wirklich so wäre, wie kann man sich dann einen neuen Torhüter (2,8 Millionen Euro im Jahr), den Top-Torjäger der polnischen Liga (mindestens 3 Millionen Euro Ablöse) und weitere geplante Verstärkungen leisten? Kuyt verdient in England mehr als drei Millionen Euro netto, dazu wird noch eine Ablöse fällig werden. Und ein zentraler „Ideengeber“ im Mittelfeld soll auch noch kommen.

Im Gegenzug wird weiter von der Reduzierung der Personalkosten gesprochen, die mit dem Abgang von Jarolim und Petric vorangetrieben werden. Im NDR Sportclub am Sonntag legte sich Arnesen fest, dass Jarolim den Verein definitiv verlassen wird. Eines der immer wieder genannten Argumente: Der HSV braucht Geld für Verstärkungen. Deshalb habe ich mir noch einmal die Bilanzen vor Augen geführt, die bei der Mitgliederversammlung Anfang des Jahres vorgestellt wurden. Ich wage mich jedoch nicht ein Urteil darüber abzugeben, dazu reichen meine Kenntnisse nicht aus. Falls es jemanden unter euch gibt, der sich mit Bilanzen auskennt, kann er sich gerne bei mir melden. Ich werde mich in meinem Umfeld nach einem Experten umsehen. Ich halte die Aussage, dass der HSV kein Geld habe, trotz des Jahresergebnisses von minus 4,87 Millionen Euro bei einem Rückgang von beispielsweise Verbindlichkeiten oder Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr zumindest für zweifelhaft.


Kommen wir abschließend zum Rückkehrer der Woche: Paolo Guerrero darf wieder spielen. Im gestrigen Test gegen den MSV Pampow schoss er sich für Mainz warm, gegen die er von Beginn an stürmen wird. Wer Guerrero schon mal in einem Gespräch erlebt hat, wird sich immer wieder fragen, wie ein fast schüchtern und ruhig wirkender Zeitgenosse solche Aussetzer haben kann. Ich hoffe für Guerrero, dass es sein letzter in Diensten des HSV war, unabhängig von dem überzogenen Strafmaß von acht Wochen. Viele waren der Meinung, dass der Flaschenwurf schon Grund genug gewesen ist, um sich vom Peruaner zu trennen. Im Nachhinein bin ich allerdings froh, dass er noch da ist, weil er der Mannschaft auf jeden Fall weiterhelfen kann. Kein Stürmer in den Reihen der Hamburger kann Bälle so gut festmachen und unter Kontrolle bringen wie Guerrero. Ein Tor vor heimischer Kulisse für den endgültigen Klassenerhalt und die Saison würde auch für ihn einen versöhnlichen Abschluss finden.

Bis dahin,

Nur der HSV!

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