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Jeden Donnerstag gibt euch Bayern-Reporter Maximilian Bensinger Einblick in sein Gefühlsleben. Was gibt es Neues an der Säbener Straße? Emotional und erschreckend subjektiv!

München. Liebe Bayern-Fans, was kann sich innerhalb von sieben Tagen nicht alles ändern. Saß ich doch an der letzten Kolumne noch unter Tränen an einem riesigen Eisbecher, steht nun ein großes Weizen neben mir und freudetrunken juble ich auch in der zwanzigsten Wiederholung bei jedem der sieben Treffer.

Aber lassen wir mal die Kirche im Dorf. Es war nur der FC Basel! Klar, es rufen jetzt alle: Aber die haben sogar Manchester United eliminiert. Recht habt’s. Aber die Ferguson-Elf spielt in dieser Saison launisch und unkonstant, eine Hoeneßsche‘ Formkurve sozusagen. Den letzten Beweis lieferten die Spanier von Athletic Bilbao, die im Old Trafford sensationell gewannen.

Wo liegt die Wahrheit?

Die Schweizer sind nicht schlecht, aber irgendwo zwischen klarer Sache und Sieben-Tore-Blamage liegt wohl die Wahrheit. Ein Zwiespalt, der Gefahren für die kommenden Spiele birgt. Hätten die Bayern in den letzten zwei Partien sieben Tore erzielt, dann würden wir alle von einer gesunden Antwort sprechen. Was aber, wenn alleine Mario Gomez in zwei Spielen sieben Mal einnetzt? Die Südkurve der Bayern trieb es letztendlich dann auf die Spitze: Who the f*** is Barcelona! Kleine Anmerkung: Ich freue mich bereits jetzt auf die Kommentare dazu.

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Finale, Finale, Finale - jetzt ist es gesagt!

Ein Wahnsinn, den ich hautnah miterleben durfte und der immer noch in mir arbeitet. Ein bisschen erinnert es an den goldenen Frühling 2010. Aber, pssst! Vom Finale sprechen ist verboten. Euphorische und vorlaute Bayern sind nicht gerne gesehen. Das darf nur der Rest der Nation, wieso auch immer. Dafür haben mir Heiko Vogel und Philipp Degen genügend Material geliefert. Zum Schluss habe ich dann doch noch einen Bayern-Spieler gefunden, der wenigstens das Endspiel in Aussicht stellt. Luiz Gustavo sprach aus, was jedem auf der Seele brennt, aber eigentlich nicht ausgesprochen werden darf: „Wenn wir so spielen, dann haben wir gute Chancen auf das Finale.“

Keine Heynckes-Kritik mehr...

Schluss mit kühnen Träumen! Was ist denn plötzlich mit unserem Holländer los? Fragen wir mal anders: Wie konnten wir es nur jemals wagen, den Hauch einer Kritik am Robben-Superstar zu üben. Der gescholtene Jupp Heynckes ist ebenfalls ein großer Gewinner des Bayern-Feldzuges. „Don Jupp“ blieb ruhig und ließ die Medienschelte über sich ergehen. Ist er nun der lachende Gewinner?

Das sperrige Schwein

Von vielen Fragen und ernsten Themen zu einer netten Anekdote. Wie bereits auf meiner offiziellen Facebook-Seite dokumentiert – Basel besitzt ein Glücksschwein! Sagte nicht Marco Streller bei der Pre-Match-Pressekonferenz: „Wir brauchen hier ganz, ganz viel Schwein!“ Jetzt bekommt die Aussage einen ganz anderen Sinn. Als ich zwei Basel-Spieler, die hier nicht genannt werden wollen, dieses Monstrum nach draußen tragen sah, war bereits klar: Das gibt ein nettes Foto. Auch wenn die Schweizer es nicht wirklich lustig fanden, das Glücksschwein ist nicht länger unbekannt.

Vogel und Schwein bringen kein Glück

Während also die zwei anonymen Spieler mit dem Plastikschwein im Buseingang feststeckten, machte ich einen Schnappschuss nach dem anderen. Später sprach ich Heiko Vogel auf den Gefährten an. „Ach ja, den lassen wir hier“, lachte er. Ich entgegnete, dass man dieses Vieh als Glücksbringer seit heute definitiv in Frage stellen sollte und der Basel-Trainer lenkte ein: „Jaja, wir nehmen es natürlich wieder mit.“ Glück gehabt!

Ich will Favre!

Von Schweinen und Vögeln zum Schluss noch zu einem Franzosen und einem französisch-sprechenden Schweizer - Franck Ribery und Lucien Favre. Der Bayern-Spieler erzielte zwar gegen Basel kein Tor, war aber Spieler des Spiels. Das war Weltklasse, Monsieur Ribery! Ihn werden wir auch brauchen, wenn die Bayern nächste Woche Angstgegner Borussia Mönchengladbach aus dem DFB-Pokal kegeln wollen.

Ist es dann für Lucien Favre auch das letzte Spiel gegen den FC Bayern? Der Schweizer Gentleman könnte die perfekte Langzeitlösung in München darstellen. Mittlerweile kann man ja festhalten, dass wir mit Schweizern bisher nur positive Erfahrungen gemacht haben. Der derzeit vielleicht beste aktive Bundesligatrainer hat nicht nur auf jeden Gegner eine taktische Antwort, er versteht es auch, ein Kollektiv zu formen. Es bleibt nur die Frage, ob Favre auch mit den schwierigen Bayern-Stars arbeiten könnte.

Das war’s für diese Woche. Die Bayern haben zwar zwei deutliche Antworten gegeben, aber meine Fragen sind nicht weniger geworden. Was können wir also für die Partien gegen die Hertha und Gladbach erwarten? Wieder vierzehn Mal ins Gehäuse? Lieber FCB, dieses Mal reichen auch insgesamt sieben Tore…

Es grüßt,

euer Maximilian Bensinger

PS: Ihr seid herzlich eingeladen, auf meiner Twitter- und Facebook-Page mitzudiskutieren.

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Live-Berichterstattung auch von der neuen Facebook-Page von Maximilian Bensinger- http://www.facebook.com/MaximilianBensinger

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