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Träumerei von längst vergangenen Zeiten oder der Aufbruch in eine glorreiche Zukunft bei Borussia Dortmund? Shinji Kagawa wird Borussia Dortmund voran bringen. Ein Kommentar.

KOMMENTAR
Von Stefan Döring

Seit einigen Wochen hält sich das Gerücht im Umfeld von Borussia Dortmund: Eine Comeback von Shinji Kagawa beim BVB sei geplant. Nun deuten die Zeichen klar auf eine Rückkehr des Japaners an alte Wirkungsstätte hin. Ein Wechsel, von dem beide Seiten profitieren werden.

Kagawa weiß, auf welches Abenteuer er sich einlässt. Als er die Schwarz-Gelben vor zwei Jahren in Richtung Manchester United verließ, wurde er als zweimaliger Deutscher Meister und Doublesieger gefeiert. Im Old Trafford lief es für ihn allerdings nicht wie gewünscht. Nun "schiebt" Louis van Gaal das japanische Missverständnis wieder ab.

"Kagawa hat meine Erwartungen nicht erfüllt, er hat nicht nach meiner Philosophie gespielt, als ich ihn in Amerika eingesetzt habe", erklärte der ehemalige Bondscoach in der vergangenen Woche. Den Dortmundern sollte es recht sein: Sie wissen, auf welche Art Spieler sie sich freuen können. Dribbelstark, technisch versiert, quirlig - ein starker Vorbereiter, der auch selbst den Abschluss sucht. So schlug das Schnäppchen damals beim BVB ein.

Die Qualitäten ließ er auch in England immer wieder aufblitzen, doch auf "seiner" Position, der Zehn, durfte er nur selten ran. Immer wieder musste er auf die Außenbahn ausweichen. Beim BVB wird er wohl wieder in der Mitte spielen dürfen - ob mit Marco Reus oder anstelle von Reus - die Möglichkeiten sind groß. Der kleine Japaner wird vielleicht ein paar Wochen brauchen, um beim BVB seine neuen Mitspieler kennenzulernen, doch die Fans und Verantwortlichen können sich auf den alten Bekannten freuen.

Eines ist sicher: Borussia Dortmund gewinnt große Qualität in der Offensive hinzu. Und Jürgen Klopp kann weiter am System feilen. Vier offensive Mittelfeldspieler in einer Reihe? Reus auf Links, Henrikh Mkhitaryan auf rechts oder andersherum? Viel wichtiger ist aber, dass Klopp und der BVB bereits bei Nuri Sahin bewiesen haben, dass sie einen ehemaligen Spieler wieder in eine aktuelle Mannschaft integrieren können.

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