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Cristiano wer? Messi ist zurück, während Ronaldo die Zwangspause bekommt

Der ehemalige Barca-Co-Trainer Angel Cappa hatte behauptet, dass der Argentinier seine Lust am Spiel verloren habe. Jetzt folgte die Antwort, während Ronaldo nur zuschauen konnte.

KOMMENTAR
Von Ben Hayward

Barcelona. Alle Augen waren auf Lionel Messi gerichtet. Hat er wirklich die Lust am Fußballspielen verloren? Barcelonas ehemaliger Co-Trainer Angel Cappa hatte das in der vergangenen Woche behauptet und bezog sich damit vor allem auf die Vorstellung des Argentiniers bei der 2:3-Niederlage gegen Valencia am Wochenende zuvor. Doch an einem nassen und windigen Abend in Sevilla zeigte Messi, dass die Leidenschaft für den Sport in ihm noch ausreichend vorhanden ist.

Dabei fing es nicht gut an. Messi ließ sich weit ins Mittelfeld zurückfallen, um sich dort den Ball abzuholen. Barcelona hatte zwar viel Ballbesitz, aber die Katalanen konnten damit nichts anfangen.

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Und dann machte Sevilla auch noch ein Tor. Barcas Verteidigung schwamm, der Schuss von Alberto Moreno wurde unglücklich abgefälscht und schlug hinter Victor Valdes ein. Ivan Rakitic hatte einfach zu viel Zeit und Platz und konnte ungehindert in den Strafraum gelangen. Danach wurde es fast noch schlimmer für Barcelona, denn Sevilla traf auch noch den Pfosten und vergab durch Rakitic eine große Konterchance. Nach einer halben Stunde hätte Barcelona auch 0:3 zurückliegen können.

Messi war zu diesem Zeitpunkt nur eine Randfigur. Doch das änderte sich schon bald: Er drehte einen Freistoß toll nach innen und fand Alexis Sanchez, der den Ausgleich köpfte - auch wenn er sich dabei im Abseits befand. Solche Augenblicke können ein Spiel drehen: Sevilla spielte danach nicht mehr so wie zuvor und Barca - mit Messi - wurde immer besser.

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Nur Minuten später kam der Argentinier am Strafraumeck an den Ball und versenkte diesen mit links zum 2:1 ins Eck. Barca war in der ersten Halbzeit kaum im Spiel gewesen - und führte trotzdem.

An der Seitenlinie war Sevilla-Trainer Unai Emery wütend. Er hatte eine Wiederholung von Barcas erstem Tor gesehen und ließ den Assistenten danach wissen, was er von der Entscheidung hielt.

Aber das alles brachte nichts. Emery hatte wahrscheinlich schon das Schlimmste befürchtet, als er in der Woche gehört hatte, dass Cappa im katalanischen Radio behauptete, dass Messi die Lust am Fußball verloren hätte. Seine Befürchtungen bestätigten sich in der zweiten Halbzeit: Messi traf mit einem weiteren tollen Schuss zum 3:1. Zwei Torschüsse, zwei Tore - dazu ein Assist und ein Elfmeter, den er kurz darauf auch noch hätte bekommen müssen. Das alles sah nicht danach aus, als ob Messi seine Lust verloren hätte.

"Ich würde nie etwas Schlechtes über Messi sagen", erklärte Barca-Trainer Gerardo Martino hinterher. "Unbewusst spielen die Leute, die so über ihn reden, mit seinem Stolz. Wenn man den Stolz des besten Spielers der Welt angreift, muss der Gegner dafür zahlen. Und das ist heute passiert", sagte Martino.

DER DREIKAMPF IN SPANIEN

  S G U V T GT Pkt
Barcelona 23 18 3 2 63 17 57
Real Madrid 23 18 3 2 65 24 57
Atletico Madrid 23 18 3 2 56 16 57

Barcelonas Sportdirektor Andoni Zubizarreta teilte seine Meinung zum Spiel, das nach einem schönen Treffer des eingewechselten Cesc Fabregas 4:1 endete, ebenfalls mit. "Das Problem im Fußball ist, dass nach jeder Minute neue Thesen aufgestellt werden. Die, die wie wir Messi im Training gesehen haben, wissen, dass er seine Leidenschaft nicht verloren hat", sagte der ehemalige Barcelona-Torhüter.

Messis zwei Treffer am Sonntag waren seine ersten aus dem Spiel heraus seit Ende September in Almeria, wo er nach einem tollen Tor aus der Distanz verletzt ausgewechselt werden musste. Sein Doppelpack in Sevilla sorgte auch dafür, dass er in der Jahreswertung bei den erzielten Treffern an Cristiano Ronaldo vorbeizog. Messi hat jetzt sieben im Kalenderjahr, Ronaldo steht bei fünf.

Der Portugiese hat am Wochenende seine Drei-Spiel-Sperre nach dem Platzverweis in Bilbao begonnen. Und in der Zwischenzeit hat Lionel Messi seinen Standpunkt klar gemacht.

Bei den Toren ganz vorne und in der Tabelle ganz vorne: Lionel Messi hat wieder genauso viel Lust am Fußball wie zuvor.

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