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Werder: Für Robin Dutt ist es gegen den BVB schon ein Schicksalsspiel

Am Samstag trifft Werder Bremen auf Borussia Dortmund. Nach dem Spiel in Augsburg hatte Werder-Coach Dutt von mangelndem Einsatz gesprochen. Das darf sich nicht wiederholen.

KOMMENTAR
Von Tim Röhn

Für die Bremer Anhängerschaft muss es sich anfühlen wie ein Déjà-vu. Die Mannschaft verliert, der Trainer kritisiert, nimmt in den Tagen danach gute Trainingsleistungen wahr, lobt und sagt, dass es berechtigte Hoffnung auf Besserung gebe. So war das vor dem Abschied von Thomas Schaaf monatelang, und so ist es nun auch unter Robin Dutt.

Nach der 1:3-Niederlage in Augsburg und einer angemessen Reaktion darauf in den Übungseinheiten macht Dutt nun Mut, dass seine Spieler am Samstag (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen Borussia Dortmund ein anderes Gesicht zeigen. Er habe „großes Vertrauen“, dass die Mannschaft anders auftrete als zuletzt, sagte der Coach.

Das ist auch dringend nötig – nicht nur im Blick auf die Tabelle, wo Werder den Abstiegsrängen bereits sehr nahe gekommen ist, sondern auch hinsichtlich der persönlichen Zukunft Dutts. Öffentlich hat den Trainer bislang keiner der Bremer Verantwortlichen angezählt, aber es ist klar, dass mit dem bisherigen Saisonverlauf alle unzufrieden sind.

Der Plan war: Es soll wieder aufwärts gehen

Nach der Trennung von Schaaf ist Dutt mit der Aufgabe angetreten, die Abwehr endlich wieder stabiler und die fußballerische Ausrichtung insgesamt variabler zu machen. Als Konsequenz daraus sollte der Abstand auf die Klubs, die vor nicht allzu langer Zeit noch deutlich hinter Werder lagen, verkürzt werden. Kurzum: Nach tristen Jahren sollte es wieder aufwärts gehen.

Bislang ist das Gegenteil der Fall, die Mannschaft hat sich nicht weiter-, sondern zurückentwickelt. Dass die Klubführung dennoch bislang die Ruhe bewahrt hat, ist in Ordnung. Es wäre falsch, Panik-Entscheidungen zu treffen, wenn die Ideen eines neuen Trainers nach einem halben Jahr noch nicht greifen.

Allerdings: In Lethargie darf Werder auch nicht verfallen, angesichts der Erfahrungen in der Ära Schaaf ist diese Warnung angebracht. Sollte Werder gegen Dortmund so leblos auftreten wie zuletzt in Augsburg, geht kein Weg daran vorbei, intensiv über Dutt zu diskutieren. Nach der Schlappe in Augsburg hatte Dutt gesagt, es seien die „Grundtugenden“ gewesen, die gefehlt haben.

Das ist eine Bankrotterklärung, nicht zuletzt für den Trainer selbst. Zweimal in Folge darf sich Werder Bremen so unter keinen Umständen präsentieren.

EURE MEINUNG: Ist Dutt noch der Richtige für Werder?

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