Arsenal und Man City zahlen für ihren zweiten Gruppenplatz

City muss gegen Barcelona und Arsenal gegen die Bayern im Achtelfinale ran. Beide Klubs haben das sichere Gefühl, dass das aus ihrer Sicht vermeidbar gewesen ist.
KOMMENTAR
Von Kris Voakes

London. Es gibt immer große Verlierer bei einer Champions-League-Auslosung, aber die kommen meist nicht aus demselben Land. Einer führt aktuell die Premier League an und der andere hat genau diese Mannschaft am Wochenende mit 6:3 geschlagen: Arsenal und Manchester City werden jetzt zurückschauen und darüber nachdenken, wie alles hätte anders laufen können, nachdem am Montag in Nyon das Achtelfinale gezogen worden ist.

Manuel Pellegrini wird nicht überzeugt sein, dass Barcelona der schwerstmögliche Gegner für seine Mannschaft bei dieser Auslosung war, aber City hat in jedem Fall eine Riesen-Aufgabe vor sich, wenn sie im März bei der nächsten Auslosung in Nyon erneut mit dabei sein wollen.

Die Katalanen sind nicht in der Furcht einflößenden Verfassung, in der sie noch vor drei Jahren waren, denn ihre Abwehr ist als Schwachstelle identifiziert worden. Aber sie sind immer noch ein harter Brocken für City, das zum ersten Mal in die K.o.-Runden der Champions League eingezogen ist.
ACHTELFINALE
Manchester City
Olympiakos
Milan
Bayer Leverkusen
Galatasaray
Schalke
Zenit
Arsenal

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Barcelona
Manchester United
Atletico
PSG
Chelsea
Real Madrid
Dortmund
Bayern

Ein Tor fehlte Manchester am Ende, um vor Bayern München an der Spitze der Gruppe D zu stehen. Im Nachhinein ist das besonders ärgerlich, denn ein leichterer Weg wäre möglich gewesen. Das Treffen mit Lionel Messi, Neymar und den anderen wird eines der bislang größten Spiele im Etihad Stadion - aber gleichzeitig auch der größte Test für City um zu sehen, was die Mannschaft drauf hat.

Arsenal hat das schwerste Los bekommen: Die Bayern kehren nach einem Jahr ins Emirates zurück, denn bereits in der Saison 2012/13 waren sie im Achtelfinale da.

Arsene Wenger wird seiner Mannschaft erklären, dass der Rückspielsieg in München beweist, dass Arsenal in einer Liga mit den Bayern spielt. Er wird außerdem die Heimniederlage der Münchner gegen Manchester City aus der vergangenen Woche erwähnen und das als weiteren Beweis dafür nehmen, dass das Team von Trainer Pep Guardiola nicht unbezwingbar ist. Aber die Wahrheit sieht anders aus: Wenger hätte lieber jeden anderen Verein als Gegner für seine Mannschaft gehabt.

Genau wie City hätte auch Arsenal seine Gruppe gewinnen können. Sie hätten sie gewinnen müssen. Die Gruppe F war zwar die Hammergruppe der Vorrunde, aber die Gunners hatten sich selbst vor dem letzten Spieltag in eine hervorragende Ausgangslage gebracht. Sie zahlen jetzt den Preis dafür, dass sie in Neapel nicht ihren Job erledigt haben.

Die Bayern sehen unter Guardiola wie die Mannschaft aus, der es zum ersten Mal gelingt, den Titel in der Champions League zu verteidigen. Zwei Niederlagen gegen City und Arsenal, die keine Auswirkungen hatten, und eine Pleite im Supercup gegen Borussia Dortmund sind die einzigen Niederlagen des Jahres 2013 für die Münchener. Und so wie sie unter Guardiola spielen, dürften auch 2014 nicht allzu viele Niederlagen dazu kommen.

Arsenals 3:6-Pleite im Etihad am Samstag hat klargemacht, dass Wengers Team von einem schnell und direkt spielenden Gegner überlaufen werden kann. City hat viel Druck auf die Arsenal-Abwehr gemacht - und Bayern wird im Februar dasselbe tun.

Wenn Arsenal, genau wie City, die Chance ergriffen hätte und Erster in der Gruppe geworden wäre, dann würde der Klub sich auf die Zukunft freuen - und nicht mit Sorgen nach vorne blicken.

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