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Real Madrids Superstar lieferte für seine Selecao eine der besten Einzelleistungen der jüngeren Vergangenheit ab und führte sie zur Weltmeisterschaft in Brasilien.

KOMMENTAR
Von Kris Voakes

Cristiano Ronaldo gegen Zlatan Ibrahimovic, darauf war es zugespitzt worden. Es hätte auch Ronaldo gegen den Rest der Welt heißen können und er hätte dennoch gewonnen. Am Dienstagabend war er einfach zu gut.

Portugal wird zur Weltmeisterschaft fahren. Viele Menschen sagen, es sein ein "Ein-Mann-Team". Aber wenn jemand Leistungen wie gestern in der Friends Arena abliefert, ist dass dann eine so schlechte Sache?

Ibra kontert zwischenzeitlich

Die Schweden hatten lange gebraucht, um in dieses wichtige Spiel zu finden. Und als Ronaldo nach Moutinhos Zuspiel die Führung der Gäste markierte hatte, wirkten die Hausherren samt ihrer WM-Hoffnungen mausetot. Doch sie kämpften sich zurück und zwei Tore des brillanten Ibrahimovic drehten die Partie. Nur aufgrund der Auswärtstorregel waren die Portugiesen zu diesem Zeitpunkt durch.

König von Portugal | Ronaldo hatte einen seiner größten Abende

Doch Ronaldo ließ nicht zu, dass seine Landsleute den endgültigen K.o. verpasst bekamen. Er vollstreckte Hugo Almeidas Vorarbeit - und das 2:2 war noch nicht alles: Er wollte in dieser Nacht, in diesem Jahr alle Zweifler verstummen lassen. Die Schweden bekamen überhaupt keinen Zugriff mehr auf ihn und Ronaldo überwand Andreas Isaksson ein drittes Mal. Es hieß 3:2, das Spiel war gelaufen. Ibrahimovics WM-Karriere war vorbei, Ronaldos dagegen sah aus, als habe sie gerade erst begonnen.

Er war gefordert - und er lieferte

Es war einer der beeindruckendsten Dreierpacks überhaupt und er lieferte ihn am wichtigsten Abend ab, den der portugiesische Fußball in den letzten eineinhalb Jahren hatte. Er war gefordert - und CR7 lieferte.

Wir hätten nie an ihm zweifeln sollen! Mit 66 Toren in diesem Kalenderjahr hat Ronaldo einmal mehr überragt. Während Lionel Messi in den vergangenen acht Monaten aufgrund von Verletzungen ins Straucheln geriet, reihte der portugiesische Superstar für Klub und Nationalelf Topleistung an Topleistung. Am Dienstagabend egalisierte er zudem Pauletas Allzeitrekord für Länderspieltreffer im Dress der Iberer (47 Tore.)

Es ist natürlich nicht Messis Schuld, dass er in der Conmebol-Qualifkation mit seinen Argentiniern frühzeitig durch war. Aber die Tatsache, dass Ronaldo in einer ganzen Reihe von Alles-oder-Nichts-Spielen für sein Land die Kastanien aus dem Feuer holte, spricht für die unterschiedlichen Schicksale der beiden Ausnahmekönner in 2013. Während der Argentinier für seine Verhältnisse ruhige zwölf Monate hinter sich hat, liegt hinter Ronaldo vermutlich sein individuell stärkstes Jahr. Und am Dienstag setzte er das i-Tüpfelchen.

Der Weltbeste ist bereit

Sollte das Ballon-d'Or-Voting nochmals geöffnet werden, hätte Ronaldo unter dem Eindruck dieser Nacht vermutlich keine Konkurrenz zu fürchten. Franck Ribery bleibt der Favorit auf die Auszeichnung, aber es kann kein Zweifel daran bestehen, dass CR7 seit Wochen der stärkste Spieler der Welt ist.

Im Vorfeld der Playoffs fragten sich viele Fans und Experten, ob wir eine WM ohne Ronaldo erleben. Stattdessen sieht es nun so aus, als sei er der Spieler, über den wir während der Endrunde am meisten sprechen werden. Der beste Spieler der Welt ist mehr als bereit für die Weltmeisterschaft.



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