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Am letzten Spieltag geht es für Fortuna Düsseldorf bei Hannover 96 um alles. Nach den jüngsten Enttäuschungen geht es vor allem um eines: dass die Mannschaft endlich wieder kämpft.

Kommentar
Von Tim Röhn

Düsseldorf.
Wenn am Samstag um 15.30 Uhr der letzte Spieltag der 50. Bundesliga-Saison angepfiffen wird, ist die Ausgangslage im Abstiegskampf für Fortuna Düsseldorf klar: Nur mit einem Sieg in Hannover kann sich der Aufsteiger den Klassenerhalt sichern. Anderenfalls ist die Mannschaft von Norbert Meier auf Schützenhilfe von Fürth (beim Tabellen-16. Augsburg) und Dortmund (gegen den Tabellen-17. Hoffenheim) angewiesen.

Mittlerweile wäre es keine Überraschung mehr, wenn die Fortuna trotz zwischenzeitlich zwölf Punkten Vorsprung auf Rang 16 zumindest den direkten Klassenerhalt verpasst und in die Relegation gegen den 1. FC Kaiserslautern muss. Angesichts der jüngsten Vorstellungen ist es sehr schwer vorstellbar, dass die Mannschaft die Negativserie von zwölf Partien ohne Sieg in Hannover beendet.

Das 1:2 zuletzt gegen Nürnberg war ein fußballerischer Offenbarungseid, mit Bundesliga-Fußball hatte das nichts zu tun. Noch schlimmer: Die Düsseldorfer Mannschaft war der Aufgabe auch psychologisch nicht gewachsen. Einigen Spieler war anzumerken, dass sie sich vor weiteren Fehlern fürchten. Daher spielten sie den Ball schnell an ihre Teamkollegen weiter anstatt zu versuchen sich selbst in Szene zu setzen; sie waren überfordert mit der Situation. Bei anderen hatte man das Gefühl, dass sie gar nicht die nötige hundertprozentige Leidenschaft an den Tag legen, die es im Abstiegskampf braucht.

Auch dass ein verletzter Spieler wie Ken Ilsö kurz vor dem Nürnberg-Spiel nachts in einer Düsseldorfer Diskothek tanzte, spricht nicht dafür, dass alle Fortuna-Profis verstanden haben, um was es geht. Es sind Zustände, die auch die Anhängerschaft nicht akzeptieren kann. Dass es spielerisch nicht läuft, kann man der im vergangenen Sommer umgewürfelten Mannschaft nicht zum Vorwurf machen. Man muss aber erwarten können, dass sie sich zerreißt.

Für das Hannover-Spiel ist denn auch dieses Credo das gültige: Nur der Kampf zählt. Falls es am Ende mit den dazugehörigen Tugenden wider Erwarten sogar zum Sieg und damit zum Klassenerhalt reicht, wäre es ein großer Triumph. Falls es nur zum Einzug in die Relegation reicht, hätte die Mannschaft wenigstens wieder ein Lebenszeichen abgesetzt.

Es käme auch für Norbert Meier zur rechten Zeit. Der Trainer ist intern jüngst extrem in die Kritik geraten, falls Düsseldorf den Klassenerhalt am Samstag nicht unter Dach und Fach bringt, droht der sofortige Rauswurf. Eine engagierte Leistung in Hannover wäre ein gutes Argument für eine Weiterbeschäftigung.

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