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EXKLUSIV - Der Brasilianer hatte einen weiten Weg nach oben, aber nun hat er die Chance, sich in den kommenden Jahren als einer der besten Verteidiger seines Landes zu etablieren.

KOMMENTAR
Von Fernando Duarte

Nachdem er sein Heimatland vor zehn Jahren als praktisch Unbekannter verlassen hat, hatte Dante einen langen Weg nach oben zu gehen. Dort ist er nun angekommen: Seit Sommer spielt er beim Bundesliga-Rekordmeister FC Bayern München und am Mittwoch gegen England wird er wahrscheinlich sein Debüt für die Nationalmannschaft von Brasilien in der Innenverteidigung neben David Luiz vom FC Chelsea geben.

Die größte Überraschung ist dabei aber nicht, dass er Chancen auf einen Platz in Brasiliens Kader für die Weltmeisterschaft 2014 hat, sondern, dass es so lange gedauert hat, bis er überhaupt wahrgenommen wurde. Lange bevor er ein wichtiger Bestandteil der Bayern-Defensive, die in 20 Ligaspielen nur sieben Gegentreffer kassiert hat, geworden ist, hat er bereits genug geleistet, um nominiert zu werden.

Im Laufe seiner drei Jahre bei Borussia Mönchengladbach zählte er zu den besten Spielern in dem Team, das sich vom Abstiegskandidaten zum Teilnehmer an der Champions-League-Qualifikation entwickelt hat.

Dante hatte immer an seine Chance geglaubt

Während der frühere brasilianische Nationaltrainer Mano Menezes durchweg auf Dante verzichtete, berief ihn sein Nachfolger Luiz Felipe Scolari gleich in sein Aufgebot für das Spiel gegen England.

„Dante spielt für Bayern herausragend und wir würden ihn uns gerne genauer anschauen“, wurde Scolari vor zwei Wochen zitiert.

Hoch hinaus | Dante hat sich als Bayerns Abwehrchef etabliert

Auch Dante glaubte immer an seine Selecao-Ambitionen „Ich wusste, dass, wenn ich meine Hausaufgaben bei Bayern erledige, sich eine Chance auftun würde“, sagte Dante gegenüber Goal.com. „Ich bin natürlich überglücklich, nominiert worden zu sein, aber der härteste Teil, es auch in die nächsten Aufgebote zu schaffen, beginnt erst jetzt.“

„Es stört mich nicht, dass die Leute in Brasilien nicht wirklich wissen, wer ich bin. Es ist eigentlich wichtiger, dass der Trainer weiß, was ich kann.“

„Dein Schweiß verschafft dir einen Platz im Team – nicht dein Name“

Beim Kampf um einen Platz im Kader hat Dante einige Konkurrenz: Neben ihm und David Luiz sind Miranda von Atletico Madrid und Leandro Castan vom AS Rom mit dabei. Kapitän Thiago Silva von Paris Saint-Germain ist wegen einer Oberschenkelverletzung nicht im Aufgebot.

„Viele Leute dachten, ich würde bei Bayern untergehen. Ich denke, sie eines Besseren zu belehren, ist Teil meiner Aufgabenliste geworden."
- Dante

Aber Dante ist von sich überzeugt. „Ich bin seit fast zehn Jahren in Europa und ich glaube meine Erfahrung kann der Mannschaft helfen“, erklärte er. „Das Wichtige ist jetzt für mich  die Atmosphäre aufzusaugen, die anderen Spieler etwas mehr kennen zu lernen, und auf dem Platz so hart ich kann zu arbeiten.“

Er betonte: „Es ist eher dein Schweiß, als dein Name, der dir einen Platz in diesem Team verschafft.“

Diese Sichtweise resultiert aus seinem Aufstieg bei Bayern. Nach seinem Wechsel für fünf Millionen Euro wurde vermutet, dass Dante sich hinter den etablierteren Namen Holger Badstuber, Daniel van Buyten und Jerome Boateng anstellen muss.

„Viele Leute sagten, ich würde in der Mannschaft untergehen, dass ich in der Hackordnung zu weit unten stehen würde“, so Dante. „Ich denke, sie eines Besseren zu belehren, ist Teil meiner Aufgabenliste geworden.“

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