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Große Aufregung um die Trennung von Sylvie und Rafael van der Vaart. Ein Kommentar von HSV-Reporter Daniel Jovanov.

Hamburg. Das neue Jahr begann im Hause van der Vaart sprichwörtlich mit einem Knall. Rafael soll seine Frau Sylvie zu Boden geschlagen haben. Die Nachricht verbreitet sich schnell. Am nächsten Morgen sind die ersten Erklärungsversuche im Boulevard zu lesen. Umfragen werden gestartet, Kamerateams versammeln sich an der Arena.

Dass ihre Trennung medial so hohe Wellen schlägt, ist nicht weiter verwunderlich. Die van der Vaarts haben das große Scheinwerferlicht gesucht. Sie mehr, er weniger. Das öffentliche Bild der beiden ist dennoch ein Produkt ihres eigenen Handelns. Jetzt lernen sie die Kehrseite des Glamours kennen.

Mich persönlich interessieren weder die Ereignisse in der Silvesternacht, noch die Hintergründe der Trennung. Zum einen hat dies etwas mit Respekt zu tun – es geht hier schließlich um das Privatleben einer Familie. Es ist meiner Ansicht nach an Heuchelei kaum zu übertreffen, wenn unbeteiligte Personen ein Urteil über die Ehe eines Paares fällen.

Niemand braucht zudem den moralischen Zeigefinger zu heben und mit überflüssigen Phrasen darauf hinweisen, dass Gewalt niemals eine Lösung sein kann. Das wissen wir, das weiß auch Rafael van der Vaart. Noch absurder ist jedoch der Versuch, sportliche und private Aspekte so miteinander zu verknüpfen, um sie als Argument gegen ihn zu verwenden.

Andererseits gilt es für uns als Medienvertreter, den Sportler und nicht den Ehemann van der Vaart zu beurteilen. Probleme in Beziehungen sind nichts Lebensfremdes, sondern Teil des alltäglichen Miteinanders. Die van der Vaarts selbst haben auch nie behauptet eine Traum-Ehe zu führen. Es ist ein Trugschluss, anzunehmen, dass das Leben in der Öffentlichkeit einer Vorbildfunktion gleichkommt

Das bedauerliche ist die Tatsache, dass Sylvie und Rafael aus dem Sog nicht unbeschadet herauskommen. Jeder Satz und jede Geste wird – zumindest in den nächsten Wochen – in irgendeiner Weise gedeutet werden. Dass dies der Sache an sich nicht gerecht wird, spielt in der Berichterstattung leider eine untergeordnete Rolle. Dennoch hoffe ich inständig auf mehr Respekt vor der Privatsphäre.

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