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KOMMENTAR - Alles klar mit Javi Martinez: Der Wechsel des Spaniers zum FC Bayern ist perfekt. Damit ist klar: Für den Rekordmeister sind Titel in dieser Saison absolute Pflicht.

München. Am Ende wurde doch noch alles gut. Nach einer tagelangen Hängepartie hat Javi Martinez einen Fünf-Jahres-Vertrag beim FC Bayern unterschrieben. 40 Millionen Euro zahlt der deutsche Rekordmeister für den defensiven Mittelfeldspieler an den spanischen Erstligisten Athletic Bilbao, es ist der teuerste Transfer der Bundesliga-Geschichte. Weil Martinez auf etwa zwei Millionen Euro Gehalt pro Jahr verzichtet, wird es ein wenig günstiger für die Bayern.

Das sind die Eckdaten eines Transfers, den die Münchner als unbedingt notwendig erachteten. Der 23 Jahre alte spanische Nationalspieler soll den Konkurrenzkampf auf der Sechser-Position, die Bastian Schweinsteiger, Luiz Gustavo, Anatoli Timoschtschuk und Toni Kroos bekleiden können, verstärken.

Bilbaos tauber Präsident

Mit seinem Wechsel nach München werden nebenbei auch die Kritiker eines Besseren belehrt: Meistens ist es eben doch so, dass der FC Bayern die Spieler bekommt, die er will. Angesichts der Verpflichtungen von Martinez, wegen dem sich Bilbaos Präsident sogar taub stellte, und Claudio Pizarro, den Bremen unbedingt behalten wollte, sind die gescheiterten Versuche wie zuletzt bei Marco Reus schon fast vergessen. Auch Xherdan Shaqiri (Basel) und Mario Mandzukic (Wolfsburg) hatten andere Angebote, wollten aber unbedingt nach München.

DER NEUE BASKE IST DA
Ebenfalls positiv aus Münchener Sicht: Mit Matthias Sammer kann sich auch der neue Sportdirektor den Martinez-Transfer auf die Fahnen schreiben lassen. Sammer gehörte zu jenen Personen bei den Bayern, für die es beim Buhlen um den Spanier kein Wenn und Aber gab.

Es gibt aber auch eine große Frage, die mit dem Deal verbunden ist: Ist Martinez wirklich 40 Millionen Euro wert? Eine Antwort werden erst die kommenden Wochen bringen, wenn sich zeigt, wie gut Martinez dem Münchner Spiel wirklich tut. Bis dahin sind Zweifel angebracht, dass ein Spieler, der bislang international nur in der Europa League geglänzt hat, wirklich diese Wahnsinnssumme wert ist.

In allen Wettbewerben Zweiter

Eines steht allerdings schon jetzt fest: Mit der Verpflichtung des Spaniers wird der Druck auf den FC Bayern noch größer. Schon in der vergangenen Saison waren die Münchner sehr gut aufgestellt und wurden in allen Wettbewerben Zweiter. Nach Investitionen in Höhe von nun 70 Millionen Euro sind Titelgewinne nun absolute Pflicht.

Das Problem, dass mit Mario Gomez nur ein sehr guter Stürmer da ist, wurde mit den Transfers von Mandzukic und Pizarro behoben. Auch die Sorge, dass ohne Schweinsteiger das Münchner Spiel nicht funktioniert, ist dank der Martinez-Verpflichtung nunmehr unbegründet. Zudem ist Shaqiri als hochtalentierter Backup für die Außenspieler Franck Ribéry und Arjen Robben da.

Auch die Sportdirektor-Position sahen die Bosse mit Christian Nerlinger als nicht gut genug besetzt an. Mit Sammer wurde auch dieses Problem gelöst.

Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Saison sind perfekt für den FC Bayern. In diesem Jahr kann es keine Ausreden geben, das ist bei allen offenen Fragen schon jetzt ganz klar.

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