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Es war wie der Kampf von Robin Hood gegen den Sheriff von Nottingham. Udo Lattek und Waldemar Hartmann verteidigten mit Händen und Zähnen „ihren“ FC Bayern München.

Berlin. Das DFB-Pokal-Halbfinale zwischen Borussia Mönchengladbach und dem FC Bayern München war kaum vorbei, da knallte die ARD in der ihr eigenen Art eine Talkshow zum Thema „Geld oder Leidenschaft- wer regiert die Fußballwelt“ ins spätabendliche Programm.

Thema der Sendung am Thema vorbei

Und wer gedacht hätte, es ginge tatsächlich darum, dass es um die Verbundenheit zum eigenen Klub ginge oder darum, dass man eine interessante Diskussion zum Thema Spielergehälter erleben würde, sah sich getäuscht.

Somuncu mit provokanten Thesen

Den durchaus diskussionswürdigen Thesen von Gladbach-Fan Serdar Somuncu, möglicherweise auch gewürzt mit der Enttäuschung ob des Halbfinal-Ausscheidens seiner Borussia gegen den FC Bayern, wurde leider nichts Argumentatives  entgegen gestellt.

Bayern-Fans im Stile der Jungen Union

Moderatorin Anne Will schien das Thema ohnehin nicht unbedingt zu gefallen aber vor allem die alten Thekenkräfte Udo Lattek und Waldemar Hartmann meinten, sich im Pseudo-Verteidigen des FC Bayern hervortun zu müssen; unterstützt durch eine ungewöhnlich große Gruppe von sogenannten Bayern-Fans, die, fremdgesteuert wirkend wie die Abgesandten der Jungen Union bei regelmäßigen politischen Talk-Shows bei jedem Räusperer der beiden Bayern-Granden mindesten einmal applaudierten.

Schumacher auf verlorenem Posten

Flankiert wurde die Diskussion noch von Toni Schumacher, eine Ikone beim 1.FC Köln, bei dem natürlich die wirklich kurze Zeit bei den Bayern im Vordergrund stand; und der zum Thema aber auch nun wirklich kaum Gehaltvolles beizutragen hatte.

Mitleid für „Waldi“

Fazit: eine durchaus interessante Diskussion eines durchaus interessanten Themas kam nicht zustande, weil es zum Einen wohl nicht im Sinne der Programmverantwortlichen stand und zum Anderen, weil „Born to be Waldi“-Star Hartmann in seiner bierseligen Art fast schon Mitleid erregte, wenn er von seinem Leid erzählte, gemeinsam mit den Bayern die Meisterschaft feiern zu müssen.

Waldi raus?

Letztlich blieb Somuncu für Fußballfans, denen es wirklich um ihren Sport geht, der einzige Gewinner. Der Satz „ man wechselt doch nicht einfach den Verein, Waldi“ muss am Ende dann doch für den verzweifelten Versuch der ARD stehen, mit Anne Will mal ein wenig Quote zu erzielen. Vielleicht sollte man in Zukunft bei Länderspielen statt Waldi und Breitner, Somuncu und Will ran lassen.

Eure Meinung: Bayern steht im Pokalfinale- ist noch die Meisterschaft drin?

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