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Die beiden besten Fußballer der Welt sorgten am Wochenende für zwei absolute Sahnestücke. Doch auch umstrittene Schiedsrichterentscheidungen sorgten für viel Gesprächsstoff.

KOMMENTAR
Von Ben Hayward | Goal.com International

Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen. Lionel Messis Geniestreich sorgte am Sonntagabend dafür, dass der FC Barcelona die Heimreise aus Madrid mit drei Punkten im Gepäck antreten durfte. Drei Punkte, nach denen es zuvor nicht ausgesehen hatte. Doch dann kam Messi, improvisierte bei einem Freistoß und erwischte Atleticos Keeper Thibaut Courtois, der noch seine Mauer stellte, mit heruntergelassener Hose. Ein famoser Siegtreffer, nachdem Dani Alves und Radamel Falcao die Begegnungen ausgeglichen gestaltet hatten.

Doch manchmal ist auch das Beste nicht gut genug.

Denn früher an jenem Sonntag, nur wenige Kilometer entfernt, hatte Cristiano Ronaldo Real Madrid zu einem ähnlich arbeitsreichen Sieg geführt. Und auch Ronaldo hatte auf beeindruckende Art und Weise zugeschlagen. Denn der Portugiese netzte aus elf Metern per Hackentrick ein und sorgte damit dafür, dass Jose Mourinhos Schützlinge im Titelrennen weiterhin alle Trümpfe in der Hand halten.

In der Tat, beide Mannschaften hätten als Verlierer vom Feld gehen können, wenn nicht einige Schiedsrichterentscheidungen anders herum ausgefallen wären: Real hatte Glück, dass der Ellenbogenschlag von Sergio Ramos in einer Frühphase des Spiels ungeahndet blieb. Zudem sah Rayos Michu nach einem sauberen Tackle an Sami Khedira zu Unrecht die rote Karte. Die Katalanen waren ihrerseits mit Fortuna im Bunde, als Sergio Busquets' Handspiel im eigenen Sechzehner keinen Strafstoß nach sich zog und zwei vielversprechende Atletico-Angriffe wegen vermeintlicher Abseitsstellungen abgepfiffen wurden.


Göttliche Intervention | Ronaldos Hackentreffer bescherte Real einen wichtigen Sieg

Rayo und Atletico dürfen sich also fühlen, als sei ihnen übel mitgespielt worden. Beide Hauptstadtklubs hatten Pech. Doch als Trost muss ihnen dienen, dass es zweier famoser Aktionen der beiden besten Fußballer der Welt bedurfte, um sie zu besiegen.

Selbst Jose Mourinho, der in seinem 62. Ligaspiel mit Real den 50. Sieg landete, konstatierte anschließend, dass Rayo gewiss mehr verdient gehabt hätte. Im „Vicente Calderon“ pries später am Abend Pep Guardiola die Anführerqualitäten Lionel Messis, die ihm einen der denkwürdigsten Siege beschert hätten.

„Ich denke nicht, dass wir die Liga gewinnen werden. Wir werden weiterhin kämpfen, doch ich glaube nicht, dass wir sie (Real Madrid) noch einholen. Wir werden unser bestes geben, um konkurrenzfähig und in den  anderen Wettbewerben erfolgreich zu sein.“

                                    - Pep Guardiola

Zum ersten Mal in dieser Saison gab Guardiola allerdings auch zu, dass die Meisterschaft am Saisonende wahrscheinlich nach Madrid geht. „Ich denke nicht, dass wir die Liga gewinnen werden“, sagte er. „Wir werden weiterhin kämpfen, doch ich glaube nicht, dass wir sie (Real Madrid) noch einholen. Wir werden unsere bestes geben, um konkurrenzfähig und in den anderen Wettbewerben erfolgreich zu sein.“

Mourinhos Mannschaft hat in dieser Saison 21 von 24 Partien gewonnen. Da erscheint es in der Tat ziemlich unwahrscheinlich, dass sie einen Zehn-Punkte-Vorsprung noch verzockt. Daran ändert auch ein weiterer „Clasico“ im „Camp Nou“ zum Saisonende nichts.

Manchmal ist eben das Beste nicht gut genug.

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