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Nach dem DFB-Urteil: Jermaine Jones sollte schnellstens sein „Bad Boy“-Image überdenken
Nach seinem fiesen Tritt gegen Marco Reus wurde Schalkes Jermaine Jones vom Kontrollausschuss des DFB für sechs Spiele gesperrt. Doch was lernt der Übeltäter nun daraus?
Kommentiert von Patrick Niedel
Bongarts
Gelsenkirchen. Die Bilder sind bei vielen Fans noch fest im Kopf verankert. Der Tritt von Jermaine Jones gegen Marco Reus im DFB-Pokalachtelfinalspiel des FC Schalke 04 bei Borussia Mönchengladbach gilt als eine der fiesesten Aktionen in der jüngeren deutschen Fußballvergangenheit. Nun wurde Jones vom DFB für sechs Spiele gesperrt.
Lernt Jones aus der Strafe?
Die Frage, ob die Strafe gegen Jones angemessen ist, kann getrost vernachlässigt werden. Es ist unerheblich, ob der US-Nationalspieler nun für sechs, acht oder zehn Spiele gesperrt wird. Viel wichtiger ist die Frage, wie sich diese Strafe auf die Person Jermaine Jones auswirken wird.
Perfide, weil überlegte Aktion
Jones hat eben nicht im Eifer des Gefechtes überreagiert. Er hat sich eben nicht im Affekt zu einer unüberlegten Tat hinreißen lassen. Der Aktion des Schalkers war eben deshalb so perfide, weil sie überlegt war. Jones nahm sich Zeit, einige Mit- und Gegenspieler zu umlaufen, um genau auf den Zeh zu treten, den sich Reus verletzt hatte. Es darf unterstellt werden, dass Jones wohl schon vor der Partie den Plan hegte, Reus auf diese Art zu verletzen und somit aus dem Spiel zu nehmen.
Unerträgliche Äußerungen von Beckmann und Scholl
In den Tagen nach dem Pokalspiel konnte man vielerorts Erschreckendes lesen und hören. Nicht nur die Kollegen von der ARD, Reinhold Beckmann und Mehmet Scholl, schienen sich eher über die Aktion zu amüsieren, als dass sie sie als das bezeichneten, was sie auch war: ein verabscheuungswürdiges, mieses Foul. Sprüche wie „das gehört eben zum Fußball dazu“ oder „solche Spieler hat man lieber in der eigenen Mannschaft“ tragen nicht gerade dazu bei, dass die „Marke“ Fußball attraktiver wird. Und schon gar nicht zeugen sie von Fach- und Sozialkompetenz; bei Beckmann möglicherweise noch eher zu verschmerzen, als beim ehemaligen Profi Scholl. Auch in vielen Fanforen konnte man lesen, dass man doch sehen müsse, dass eben dieser Jones ein „Typ“ ist, der sich auf dem Platz zerreiße und der eben auch einmal „Zeichen setzt“. Und genau hier liegt der Fehler.
„Street Crediblity“ hat nichts auf dem Platz zu suchen
Es hat eben nichts mit Zeichen setzen zu tun, wenn man seinen Gegner bewusst verletzt. Es hat eben nichts damit zu tun, ein vermeintlicher Typ zu sein, wenn man meint, sein gern verwendetes Bad Boy-Image durch solch eine Aktion manifestieren zu müssen. Jermaine Jones sollte endlich lernen, dass vermeintliche „Street Credibility“ nicht auf den Platz gehört. Auch wenn man viele Tätowierungen hat, kann man ein netter, anständiger Kerl sein, der weiß, wo die Grenzen zwischen Kampf und Unfairness liegen. Es wäre nun an der Zeit, zu begreifen, dass man hart und kompromisslos und dennoch fair spielen kann. Auch und gerade dann, wenn man seine eigenen Leistungen derart hoch einstuft, wie Jones dies gern tut.
Auch Schalke sollte lernen
Das Urteil sollte aber auch den Schalker Verantwortlichen zu denken geben. Sie taten zwar gut daran, die Sperre zu akzeptieren, doch einige Äußerungen im Vorfeld der Verhandlungen zeugten nicht gerade von Fairness und Sportsgeist. Bei einem Klub, der vor einiger Zeit ein „Kampfschwein“ in seinen Reihen hatte, sollte man in der Lage sein, einzuschätzen, dass man durch asoziales Verhalten, unabhängig ob auf oder neben dem Platz, nicht nur den Ausfall von Spielern verkraften muss, sondern auch viele Sympathien verliert.
Eure Meinung: Haltet Ihr das Urteil für Jermaine Jones für gerechtfertigt?
Lernt Jones aus der Strafe?
Die Frage, ob die Strafe gegen Jones angemessen ist, kann getrost vernachlässigt werden. Es ist unerheblich, ob der US-Nationalspieler nun für sechs, acht oder zehn Spiele gesperrt wird. Viel wichtiger ist die Frage, wie sich diese Strafe auf die Person Jermaine Jones auswirken wird.
Perfide, weil überlegte Aktion
Jones hat eben nicht im Eifer des Gefechtes überreagiert. Er hat sich eben nicht im Affekt zu einer unüberlegten Tat hinreißen lassen. Der Aktion des Schalkers war eben deshalb so perfide, weil sie überlegt war. Jones nahm sich Zeit, einige Mit- und Gegenspieler zu umlaufen, um genau auf den Zeh zu treten, den sich Reus verletzt hatte. Es darf unterstellt werden, dass Jones wohl schon vor der Partie den Plan hegte, Reus auf diese Art zu verletzen und somit aus dem Spiel zu nehmen.
Unerträgliche Äußerungen von Beckmann und Scholl
In den Tagen nach dem Pokalspiel konnte man vielerorts Erschreckendes lesen und hören. Nicht nur die Kollegen von der ARD, Reinhold Beckmann und Mehmet Scholl, schienen sich eher über die Aktion zu amüsieren, als dass sie sie als das bezeichneten, was sie auch war: ein verabscheuungswürdiges, mieses Foul. Sprüche wie „das gehört eben zum Fußball dazu“ oder „solche Spieler hat man lieber in der eigenen Mannschaft“ tragen nicht gerade dazu bei, dass die „Marke“ Fußball attraktiver wird. Und schon gar nicht zeugen sie von Fach- und Sozialkompetenz; bei Beckmann möglicherweise noch eher zu verschmerzen, als beim ehemaligen Profi Scholl. Auch in vielen Fanforen konnte man lesen, dass man doch sehen müsse, dass eben dieser Jones ein „Typ“ ist, der sich auf dem Platz zerreiße und der eben auch einmal „Zeichen setzt“. Und genau hier liegt der Fehler.
„Street Crediblity“ hat nichts auf dem Platz zu suchen
Es hat eben nichts mit Zeichen setzen zu tun, wenn man seinen Gegner bewusst verletzt. Es hat eben nichts damit zu tun, ein vermeintlicher Typ zu sein, wenn man meint, sein gern verwendetes Bad Boy-Image durch solch eine Aktion manifestieren zu müssen. Jermaine Jones sollte endlich lernen, dass vermeintliche „Street Credibility“ nicht auf den Platz gehört. Auch wenn man viele Tätowierungen hat, kann man ein netter, anständiger Kerl sein, der weiß, wo die Grenzen zwischen Kampf und Unfairness liegen. Es wäre nun an der Zeit, zu begreifen, dass man hart und kompromisslos und dennoch fair spielen kann. Auch und gerade dann, wenn man seine eigenen Leistungen derart hoch einstuft, wie Jones dies gern tut.
Auch Schalke sollte lernen
Das Urteil sollte aber auch den Schalker Verantwortlichen zu denken geben. Sie taten zwar gut daran, die Sperre zu akzeptieren, doch einige Äußerungen im Vorfeld der Verhandlungen zeugten nicht gerade von Fairness und Sportsgeist. Bei einem Klub, der vor einiger Zeit ein „Kampfschwein“ in seinen Reihen hatte, sollte man in der Lage sein, einzuschätzen, dass man durch asoziales Verhalten, unabhängig ob auf oder neben dem Platz, nicht nur den Ausfall von Spielern verkraften muss, sondern auch viele Sympathien verliert.
Eure Meinung: Haltet Ihr das Urteil für Jermaine Jones für gerechtfertigt?
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