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Adler zurück zu alter Stärke – "Endlich können wir durchatmen"

Eine Parade in letzter Minute rettet dem Hamburger SV den Sieg über den 1. FC Nürnberg. Nach einem Formtief ist René Adler wieder eine Stütze für die abstiegsbedrohten Hamburger.

Aus Hamburg berichtet
Daniel Jovanov

Hamburg. So schnell kann es gehen. Noch vor einigen Wochen war René Adler bei der 2:4-Niederlage in Braunschweig der tragische Held im Dress des Hamburger SV. Gegen den 1. FC Nürnberg knüpfte der Nationaltorhüter an die Leistung in der vergangenen Saison an und sicherte seinem Team drei wichtige Punkte.

Herr Adler, Sie und Ihre Mannschaft haben es zum Ende des Spiels noch einmal richtig spannend gemacht.

René Adler: Ich bin wieder drei Jahre älter geworden (lacht). Das Spiel wirkte wie verhext. Wir haben uns etliche Chancen herausgespielt, waren aber nicht konsequent genug. Trotzdem sind wir immer wieder angelaufen, haben unsere Chancen gesucht und sind mit Tempo zu Torabschlüssen gekommen. Die Statistik beweist, dass die Wahrscheinlichkeit ein Tor zu erzielen höher ist, wenn man häufiger auf das Tor schießt. Dass wir durch einen abgefälschten Schuss die Führung erzielen, ist typisch. Das Glück haben wir erzwungen. Kompliment an die Mannschaft, dass sie nicht aufgehört hat.

Kompliment auch an Sie, weil Sie in den wenigen Aktionen im Spiel voll da waren. Wie schwierig ist es, in solchen Spielen hochkonzentriert zu bleiben?

Adler: Es ist in der Tat etwas schwieriger, als für einen Feldspieler. Ich habe schon viele Spiele dieser Art mitgemacht. Es hat mich an unser Spiel gegen den FC Schalke im letzten Jahr erinnert, das ähnlich verlief. In der Halbzeitpause habe ich mir schon gedacht, was auf mich zukommen wird und ich in diesen wichtigen Situationen da sein muss.

Ist der alte Adler wieder da?

Adler: Man kann nicht immer fehlerfrei spielen und alles richtig machen. Wenn es in einer Karriere keine Täler gäbe, wüsste man die schönen Momente auch nicht zu schätzen. Ich musste lernen, dass negative Erlebnisse dazugehören, hinterfrage diese allerdings nicht mehr. Es ist schön, dass wir jetzt endlich durchatmen können.

Geschlossene Mannschaftsleistung, dennoch ragt einer immer wieder heraus: Hakan Calhanoglu. Der entscheidende Mann auf dem Platz?

Adler: Hakan ist ein wichtiger Spieler in der Mannschaft mit großem Entwicklungspotenzial. Er profitiert auch von den Jungs, die für ihn arbeiten. Seine Schusstechnik ist eine Waffe. Wir sind ihm dankbar, dass er diese Waffe nutzt. Es wäre aber auch den anderen Spielern gegenüber ungerechnet, einen Einzelnen hervorzuheben.

EURE MEINUNG: Wie seht ihr die Leistung von René Adler?

 
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