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Im Goal-Interview spricht der Stürmer über seine Leistungen beim FCA, eine mögliche Qualifikation für das internationale Parkett und die polnische Nationalmannschaft.

EXKLUSIV
Von Lukas Nowak

Arkadiusz Milik kommt beim FC Augsburg immer besser in Fahrt. Der Pole kam zum Ende der Sommer-Transferperiode auf Leihbasis von Bayer Leverkusen und wurde anfangs immer wieder durch kleinere Verletzungen zurückgeworfen. Allerdings hat sich der 19-jährige Angreifer nun einen Platz im Team von Markus Weinzierl gesichert. Jüngst glänzte er beim Auftritt gegen den VfB Stuttgart mit einem Tor und einer ansonsten auch sehr kompletten Leistung. Goal hat ihn exklusiv interviewt.

Der Treffer gegen den VfB war sein zweites Tor im Dress des FC Augsburg. Die Freude darüber war folglich groß: "Ich freue mich über mein Tor", zeigte er sich zufrieden und fügte an: "Aber noch mehr freue ich mich darüber, dass wir 4:1 gewonnen haben." Seine Quote ist allerdings noch ausbaufähig, was ihn selbstkritisch stimmt: "Es ist nicht wichtig für einen Stürmer, wie er die Tore schießt. Die Hauptsache ist, dass er sie schießt", betont der Pole und verweist dabei auch auf seinen Schuss ins leere Tor zur 1:0-Führung gegen den VfB Stuttgart.

"Sollten uns freuen"

Nach seinem Wechsel in die Fuggerstadt hatte er mit dem Verein eigentlich andere Ziele: "Ich habe ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass wir so weit oben stehen", gibt sich der Pole überrascht und führt aus: "Es ist zwar zu früh, von Europa zu sprechen, aber momentan sieht es tatsächlich danach aus, als ob wir Chancen auf einen Einzug in die Europa League hätten."

Für die Zuschauer sieht das Spiel des FC Augsburg sehr leicht aus. Der Stürmer widerspricht den Eindrücken der Fans: "Es ist selbstverständlich harte Arbeit auf dem Trainingsplatz." Aber er rechtfertigt auch, warum das derzeitige Spiel der bayrischen Schwaben solche Eindrücke erweckt: "Der Sieg spornt uns weiter an, unsere Form wird immer besser und wir punkten die ganze Zeit." Trotz der guten Ausgangslage findet er, dass Europa zu früh kommt. Für ihn steht anderes im Vordergrund: "Wir spielen sehr gut – darüber sollten wir uns freuen!"
Gewohntes Bild: Der FCA kommt mit Arkadiusz Milik (re.) zurzeit nicht mehr aus dem Jubeln heraus

Der junge Angreifer kam mit der Empfehlung von sieben Toren in 14 Ligaspielen im Januar 2013 von Gornik Zabrze zu Bayer Leverkusen. Als 17-Jähriger konnte er sich gegen einen stark aufspielenden Stefan Kießling nicht durchsetzen. Nach seiner Leihe zum FC Augsburg scheint ihm langsam aber sicher der Durchbruch zu gelingen. "Ich habe immer Lust zu spielen", betonte er und freut sich über jeden Einsatz, den der Trainer ihm ermöglicht.

Hohe Anforderungen an sich selbst

Milik gibt sich sehr bescheiden, weiß aber auch, was er von sich erwarten kann: "Die Anforderungen sind gestiegen und das ist gut, so kann ich auch mehr von mir selbst erwarten", gibt er offen zu. Dabei er hat auch im Blick: "Es gibt viele Spieler, die in meinem Alter schon regelmäßig eingesetzt werden." Und da der Pole noch im Februar seinen 20. Geburtstag feiern wird, betont er auch, dass er kein "sehr junger Spieler" mehr sei.

Beim Thema Nationalmannschaft bleibt er sehr bodenständig. Mit Neu-Nationaltrainer Adam Nawalka hat er bereits gesprochen, was ihn freut: "Es ist sehr aufbauend, dass er sich über meine Leistungen informiert." Im Jahr 2012 avancierte er als 18-Jähriger zum Nationalspieler in Polen und traf in sechs Einsätzen ein Mal. Aktuell spielt er für die U21 seiner Nation und traf in sechs EM-Quali-Spielen beachtliche neun Mal ins Netz. Eine Rückkehr wäre für den Stürmer Ehrensache: "Es ist nicht direkt mein Ziel. Aber jeder will in der Nationalmannschaft spielen. Dafür werde ich kämpfen."

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